Presseberichte

2009

Rhein-Neckar-Zeitung vom 29.07.2009
Schwetzinger Zeitung vom 04.08.2009

Bei der Jahreshauptversammlung positive Bilanz der Arbeit im Verein gezogen und neue Aufgaben besprochen
Fünf eigenständige Chöre, die sich in die Gemeinschaft einbringen

Es war ein äußerst erfolgreiches Jahr, auf das Vorstandssprecher Thomas Hübler bei der Mitgliederversammlung des Sängerbundes Germania zurückblicken konnte, rund 250 aktive Sängerinnen und Sänger singen in den nun fünf Chören des Vereins, traditioneller Frauen- und Männerchor, moderner Chor „Joyful voices“, Kinderchor „Vocalini“ und junger Kammerchor „Young vocals“ – und besonders erfreulich, der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt bei über 50 Prozent. Höhepunkt der letzten zwölf Monate war das Konzert der Generationen aller Chorabteilungen Anfang Mai in der Rudolf-Wild-Halle. Auch die Entwicklung der „jungen“ Chorabteilungen ist erfreulich und mit jeweils über 50 Sängerinnen und Sängern sind diese Chöre inzwischen eine feste Größe innerhalb der Vereinsfamilie. Allein der Kinderchor vocalini hat zusammen mit seiner Stimmbildungsgruppe inzwischen nahezu 70 singende Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren.
Aus dem Leben der Chöre
Die Jahresberichte aus den einzelnen Chorabteilungen durch ihre anwesenden Chorleiter Christian Jungblut (Chor Joyful voices) und Ralf Schnitzer (junger Kammerchor Young vocals und Kinderchor Vocalini) oder den Chorsprechern Michael Seydel (Frauen- und Männerchor), Eveline Huber (Kinderchor vocalini) und Kim Boyne (junger Kammerchor young vocals) zeigten auf, dass jeder Chor seine eigenen Aktivitäten durchführt und sich in die Gemeinsamkeit einbringt – die Traditionschöre besuchen Veranstaltungen seit langer Zeit befreundeter Vereine, zeigen sich bei einer „Soiree“, halten die Partnerschaft mit einem Wilthener Chor aufrecht oder treffen sich zu besonderen Anlässen, die „Vocalini“ machten eine Konzertreise an den Bodensee und glänzten bei einem Adventskonzert, „Joyful voices“ und „Young vocals“ bereiteten sich auf Chorwochenenden auf Konzerte vor und führten diese auch durch – ob in der Eppelheimer Josephskirche wie die „joyful voices“ oder in Freiburg, Schwetzingen oder Weinheim, wie dies der junge Kammerchor Young vocals tat. Die Gemeinsamkeiten zeigten sich beim vom Publikum begeistert aufgenommenen gemeinsamen „Konzert der Generationen“ in der Rudolf-Wild-Halle, aber auch beim gemeinsamen Feiern. Abschied nehmen mussten Frauen- und Männerchor von ihrem langjährigen Dirigenten Reiner Wagner, der seit 2001 die Chöre geleitet hatte und diese nun aus beruflichen Gründen aufgeben musste. Neuer Chorleiter dieser Chöre ist seit Juni Michael Leideritz. Im Laufe der Sitzung erfolgte durch Klaus Preuß der aktuelle Situationsbericht über das Vereinsheim „Goldener Löwe“, der ebenso wie die aktuelle Beitragsordnung zu einer Diskussion mit kontroversen Standpunkten führte. Anschließend wurde satzungsgemäß ein neuer Vorstand gewählt, der sich zukünftig wie folgt zusammensetzt: Thomas Hübler (Vorstandssprecher), Annette Christiansen, Eveline Huber und Michael Seydel als geschäftsführendes Vorstandsteam. Als Sprecher der passiven Mitglieder wurde Trudbert Orth wiedergewählt. Die in den Chören gewählten Chorsprecher wurden durch die Mitgliederversammlung bestätigt (Elisabeth Klett, Christa Stephan und Manfred Stotz für Frauen- und Männerchor, Gudrun Hagemeister und Michael Becker für die Joyful voices sowie Kim Boyne und Julia Feigenbutz für die Young vocals). Zum Ende der Versammlung dankte das neugewählte Vorstandsteam zunächst den ausgeschiedenen Vorstandsteammitgliedern Petra Hübler, Andrea Wiegand und Stefan Huber, aber auch den ehemaligen Chorsprechern Sabine Beckenbach, Petra Weirether und Christian Hahne für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit.
Zahlreiche Auftritte geplant
Ein Blick auf die zukünftigen Aktivitäten zeigte schon bis ins Jahr 2011, in dem der Verein seinen 110-jährigen Geburtstag feiert. Hierfür wird bereits ab Ende dieses Jahres in den Chören mit neuen Projekten begonnen, da im Jubiläumsjahr einige besondere musikalische Veranstaltungen geplant sind. Aber auch in den kommenden Monaten stehen verschiedene Konzerte auf dem Programm. Der Kinderchor Vocalini lädt am 4. Adventssonntag zu einem weihnachtlichen Konzert ein, der junge Kammerchor young vocals bereitet sich auf seine A-cappella-Konzerte „et nunc et semper“ vor und der Chor joyful voices wird sein neues Programm „lovesongs & lyrics“ einstudieren. Der Frauen- und Männerchor wird im Frühjahr zu einem bunten Strauß Melodien einladen.

Rhein-Neckar-Zeitung vom 15.06.2009

Das brachte Leben in die Stadt
„Summer Night“ der Germania bescherte tolle Stimmung

 (sg) Das Wetter lud zum Feiern ein und der Sängerbund Germania auch: Mach zweijähriger Festpause sorgte Eppelheims größter Gesangsverein wieder für Leben im Stadtzentrum – er hatte am Wochenende mit einem zweitägigen Sommerfest inklusive „Summer Night“ auf den Festplatz an der Rudolf Wild Halle eingeladen. Gleich am Samstagmorgen ging es los mit den Flohmarktständen für Jedermann. Kleidung, Spielzeug und Nützliches für Küche und Haus konnte zu Second Hand Preisen erworben werden.Hungrige und durstige Besucher waren nicht nur an den Getränkeständen, im Küchenzelt und an der reichlich bestückten Kuchenbar der Germania gut aufgehoben: Die Pächter des Vereinsheims „Zum goldenen Löwen“, Alexis und Daniel Kirkos, ließen am Sonntag eine alte GermaniaTradition wieder aufleben und servierten Rindfleisch mit Kartoffeln und Meerrettich. Ansonsten aber waren an den verschiedenen Ständen Mitglieder aus allen Chören auf den Beinen und im Schichtbetrieb im Einsatz, um für die Bewirtung der vielen Besucher zu sorgen. Ihren Sommerfestgästen wollte das Vorstandsteam des Sängerbundes auch musikalisch etwas besonderes bieten und hatte zur „Summer Night“ am Samstagabend die beiden Kerwe Rockbands „Crimson Veil“ und „Essential“ gebucht. Beide sorgten auf der vereinseigenen Bühne für Rock, Pop und tolle Stimmung unterm Sternenhimmel. „Die Kerwe war verregnet gewesen, da wollten wir den Bands auch mal eine Auftrittsmöglichkeit bei Sonnenschein bieten“, erklärte Thomas Hübler vom Vorstandsteam. Mit dem tollen Sommerwetter und den zum Feiern einladenden Abendtemperaturen hatte der Verein echtes Glück. Auf Können setzte das Vorstandsteam aber auch bei der Licht und Tontechnik: mit Alexander Stuntz und Christoph Horsch von „AC Eventtechnik“ sowie mit Christian Hahne und Daniel Horsch hatte sich der Verein zuverlässige Spezialisten zur optimalen Beschallung des Platzes an die Seite geholt. Zum Frühschoppen am Sonntag haute der Spielmannszug „Da Capo“ unter der Leitung von Armin Schmitt auf die Pauke und unterhielt prächtig die vielen Mittagstischgäste. Und am Nachmittag überzeugten die Gastgeber selbst als Bühnenakteure: Der Männerchor der Germaia servierte Bier- und Weinlieder.


Bot allerhand für Ohr und Auge: die Gruppe „Essential“. Foto: PS Geschwill

Schwetzinger Zeitung vom 15.05.2009

Sängerbund Germania: Vier Chor-Generationen treten beim großen Konzert in der Rudolf-Wild-Halle gemeinsam auf und begeistern die Zuhörer
Breitgefächertes Repertoire begeistert

 Ein begeisterter Schirmherr und ein ebenso begeistertes Publikum verließen nach zwei himmlischen Konzertstunden die Rudolf-Wild-Halle. Aufgewertet von Licht und pyrotechnischen Effekten hatten die Chöre des Sängerbundes Germania alle Freunde des gehobenen Chorgesanges zum großen „Konzert der Generationen“ eingeladen. Bürgermeister Dieter Mörlein hatte hierfür gerne die Schirmherrschaft übernommen. Der geschmackvoll mit blumigen Frühlingsgrüßen ausgeschmückte Kultursaal der Rudolf-Wild-Halle zeigte sich voll besetzt, als Vorstandsmitglied Thomas Hübler seine Grußworte überbrachte und mit dem Zitat von Theodor Gottlieb von Hippel „Sprich, und du bist mein Mitmensch - singe, und wir sind Brüder und Schwestern“ näher auf die Symbolkraft des „Konzertes der Generationen“ einging. Das Programm sei so vielfältig wie die einzelnen Chorabteilungen, stellte Hübler hervor. Es reiche von klassischen Werken über leichte Wiener Melodien bis hin zu Gospels und fetziger Popmusik. Die Dirigenten hatten ihre Chöre intensiv auf das Konzert vorbereitet und durften sich über exzellente Darbietungen ihrer Sängergenerationen freuen. Zu den vier Chorabteilungen der „Germania“ gehören als älteste Chorgemeinschaft der Männerchor mit seiner 110-jährigen Geschichte, sowie der 1981 gegründete Frauenchor. Beide Chöre verkörpern die „Germania“-Tradition und brachten dies auch in ihren Liedern zum Ausdruck. „Conquest of Paradise“, „Ein schöner Traum“ und „Wiener Melodien“ gaben die Traditionschöre zum Besten. Der Männerchor bot außerdem den „Rosenwalzer“ und „An der schönen blauen Donau“. Am Flügel wurden die Chöre von ihrem ehemaligen Chorleiter Herbert Menrath begleitet.
Abschied von Dirigent Wagner
Mit ihrem Auftritt im Kultursaal verabschiedeten sich Frauen- und Männerchor von ihrem langjährigen Chorleiter Rainer Wagner, der aus beruflichen Gründen die Leitung abgeben muss. Im Jahr 2001 entstanden der junge Kammerchor „young vocals“ und eine Kinderstimmbildungsgruppe mit dem Namen „vocalini“, beide unter der Leitung ihres Begründers, dem Musikpädagogen Dr. Ralf Schnitzer. Die Stimmbildungsgruppe braucht inzwischen den Vergleich zu bekannten Kinderchören nicht mehr zu scheuen und der Chor entwickelte sich nach ersten stimmerzieherischen Anfängen zu einer echten Kinderkantorei. Die „vocalini“ Jugend punktete beim Publikum mit ihren begeisternden Gesangsbeiträgen und ihren hohen Stimmqualitäten. Der junge Kammerchor „young vocals“ ist inzwischen auch über die Grenzen Eppelheims durch hervorstechende Leistungen, wie beispielsweise seinen Auftritten beim Heidelberger Frühling, dem Schwetzinger Orgelsommer und Auftritten im Freiburger Münster, bekanntgeworden. Sie bewiesen dank Ralf Schnitzer stimmliche Reife auf höchstem Niveau und hatten Spirituals wie „Hear my prayer“ und „I want to thank you Lord“ einstudiert, sowie Anton Bruckners „Os justi“.
„Gänsehaut“-Songs kamen an
Als „jüngster Chor“ unter dem Dach des Sängerbunds Germania Eppelheim präsentierten sich die modernen „joyful voices“ unter der Leitung von Christian Jungblut. Inzwischen vier Jahre alt, entwickelte sich der Chor zu einer festen Größe innerhalb der Vereinsfamilie. Das Repertoire dieses Chors umfasst schwerpunktmäßig englischsprachige Stücke aus den Bereichen Pop, Filmmusik und Gospel. Das gut 50-köpfige Ensemble hatte wahre Gänsehaut-Songs mitgebracht und sangen sich mit Gefühl und Dynamik in die Herzen des Publikums. Am Klavier und Flügel wurde der Chor fabelhaft von Kim Boyne, zugleich aktive Sängerin bei den „young vocals“, begleitet. Instrumental unterstützt wurde der Auftritt zudem von Volker Wiegand am Schlagzeug und Matthias Nowak an der Bass-Gitarre.


Mit seinen vier Chören, die zugleich für vier Chorgenerationen stehen, bestritt der Sängerbund Germania in der Rudolf-Wild-Halle ein gefeiertes Konzert, bei dem sich die große Altersspanne der Akteure im breitgefächerten Songrepertoire widerspiegelte.

Rhein-Neckar-Zeitung vom 14.05.2009

Dieses Konzert war wie ein schöner Traum
Die Sängerbund-Chöre der „Germania“ begeisterten im vollbesetzten Kultursaal mit ihrem „Konzert der Generationen“

 (sg) Ein begeisterter Schirmherr und ein ebenso begeistertes Publikum verließen nach zwei himmlischen Konzertstunden die RudolfWildHalle. Aufgewertet von licht und pyrotechnischen Effekten hatten die Chöre des Sängerbundes „Germania“ alle Freunde des gehobenen Chorgesanges zum „Konzert der Generationen“ eingeladen. Bürgermeister Dieter Mörlein hatte hierfür gerne die Schirmherrschaft übernommen. Der blumigen Frühlingsgrüßen ausgeschmückte Kultursaal der Rudolf Wild Halle zeigte sich vollbesetzt, als Vorstandsmitglied Thomas Hübler seine Grußworte überbrachte und mit dem Zitat von Theodor Gottlieb von Hippel „Sprich, und du bist mein Mitmensch – singe, und wir sind Brüder und Schwestern“ näher auf die Symbolkraft des „Konzertes der Generationen“ einging. Das Programm sei so vielfältig wie die einzelnen Chorabteilungen, stellte Hübler hervor. Es reiche von klassischen Werken über leichte Wiener Melodien bis hin zu Gospels und fetziger Popmusik. Die Dirigenten hatten ihre Chöre intensiv auf das Konzert vorbereitet und durften sich über exzellente Darbietungen ihrer Sängergenerationen freuen. Zu den vier Chorabteilungen der „Germania“ gehören als älteste Chorgemeinschaft der Männerchor mit seiner 110jährigen Geschichte sowie der 1981 gegründete Frauenchor. Beide Chöre verkörpern die Germaniatradition und brachten dies auch in ihren Liedern zum Ausdruck. „Conquest of Paradise“, „Ein schöner Traum“ und „Wiener Melodien“ gaben die Traditionschöre zum Besten. Der Männerchor bot zudem den „Rosenwalzer“ und „An der schönen blauen Donau“. Am Flügel wurden die Chöre von ihrem ehemaligen Chorleiter Herbert Menrath begleitet. Mit ihrem Auftritt im Kultursaal verabschiedeten sich Frauen und Männerchor von ihrem langjährigen Chorleiter Rainer Wagner. Er muss aus beruflichen Gründen die Leitung abgeben.
Im Jahr 2001 entstanden der junge Kammerchor „Young Vocals“ und eine Kinderstimmbildungsgruppe mit dem Namen „Vocalini“, beide unter der Leitung ihres Begründers, des Musikpädagogen Dr. Ralf Schnitzer. Die Stimmbildungsgruppe braucht inzwischen den Vergleich zu bekannten Kinderchören nicht mehr zu scheuen und der Chor entwickelte sich nach stimmerzieherischen Anfängen zu einer echten Kinderkantorei. Die „Vocalini“ Jugend punktete beim Publikum mit ihren begeisternden Gesangsbeiträgen und ihren hohen Stimmqualitäten. Der junge Kammerchor „Young Vocals“ ist inzwischen auch über die Grenzen Eppelheims durch hervorstechende Leistungen wie seinen Auftritten beim Heidelberger Frühling, dem Schwetzinger Orgelsommer und Auftritten im Freiburger Münster bekannt geworden. Sie bewiesen dank Ralf Schnitzer stimmliche Reife auf höchstem Niveau und hat ten Spirituals wie „Hear my prayer“ und „I want to thank you Lord“ einstudiert so wie Anton Bruckners „Os justi“.
Als jüngster Chor unter dem Dach des Sängerbundes präsentierten sich die modernen „Joyful Voices“ unter der Leitung von Christian Jungblut. Inzwischen vier Jahre alt, entwickelte sich der Chor zu einer festen Größe innerhalb der Vereinsfamilie. Das Repertoire dieses Chors um fasst schwerpunktmäßig englischsprachige Stücke aus den Bereichen Pop, Filmmusik und Gospel. Das gut 50köpfige Ensemble hatte wahre GänsehautSongs mitgebracht und sangen sich mit Gefühl und Dynamik in die Herzen des Publikum. Am Klavier und Flügel wurde der Chor fabelhaft von Kim Boyne, zugleich aktive Sängerin bei den „Young Vocals“, begleitet. Instrumental unterstützt wurde der Auftritt zudem von Volker Wiegand am Schlagzeug und Matthias Nowak an der BassGitarre.


Beim großen Germanenkonzert durfte auch das jüngste Chorkind, die „Joyful Voices“ unter Leitung von Christian Jungblut, nicht fehlen. Foto: PS Geschwill

Schwetzinger Zeitung vom 18.02.2009

Chorkonzert:
„Young vocals“ in der evangelischen Stadtkirche / Weihnachts- und Passionsthematik klangvoll miteinander verbunden
„Ein schöner Gegensatz zur fünften Jahreszeit“

Von unserem Mitarbeiter Volker Widdrat
Um 1901 muss die „Messe solennelle“ für Chor und zwei Orgeln von Louis Vierne (1870-1937) erstmals in der Kathedrale Notre-Dame de Paris aufgeführt worden sein. Jetzt stand das Werk des französischen Komponisten, der 37 Jahre lang als Organist an Notre-Dame wirkte und während eines Orgelkonzerts am Spieltisch seiner Orgel an den Folgen eines Gehirnschlags starb, im Mittelpunkt eines Konzerts in der evangelischen Stadtkirche. Eine gute Stunde lang gab es Werke französischer Chormusik von Francis Poulenc, Marcel Dupré und Vierne zu hören, dargeboten durch den Kammerchor „Young vocals“ aus Eppelheim. Der Chor, der fast ausschließlich aus Schülerinnen und Schülern oder Ehemaligen des Eppelheimer Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiusm besteht, entstand im Rahmen einer vom Land geförderten Musikpatenschaft in Kooperation der Schule und des Sängerbundes Germania Eppelheim. Unter der künstlerischen Leitung von Studiendirektor Dr. Ralf Schnitzer haben sich die „Young Vocals“ zu einem Klangkörper entwickelt, der in der Region seinesgleichen sucht.
„Als schönen Gegensatz zur fünften Jahreszeit, mit Musik zwischen Weihnachten und Ostern“, bezeichnete Kantor Detlev Helmer die Aufführung bei seiner Begrüßung in der vollbesetzten Stadtkirche. Unter dem Titel „noël - pénitence“ waren Werke zu hören, die die Weihnachtsund Passionsthematik miteinander konfrontieren. Den Rahmen des Programms gaben zwei Kompositionen von Marcel Dupré (1886-1971), das „O salutaris hostia“ und das „Laudate Dominum“ als intensive Begegnung mit der Geburt und dem Sterben Christi. Im Zentrum der Aufführung der „Messe solennelle“ auch die beiden Orgeln: Auf der einen Seite beim Chor die Chororgel, gespielt von Anne-Christine Langenbach, Bezirkskantorin an der Weinheimer Peterskirche und Leiterin einer großen Singschule, auf der anderen Seite – ganz den Bedingungen der Pariser Notre-Dame-Kathedrale folgend – die große Emporenorgel,gespielt von Anne-Christines Mann Simon Langenbach, ebenfalls ein renommierter Kirchenmusiker und Bezirkskantor in Weinheim. Hier die Orgeln als Klangsymbol christlichen Glaubens, als mächtiger musikalischer Gegenpart zum vokalen Klangkörper, dort fast mehrchörig der Gesang, der mit menschlichen Stimmen allein die emotionalsten Momente bewältigt.Lang anhaltender Applaus am Ende der Aufführung bewies es einmal mehr: Die „young vocals“ hatten den vielseitigen Bereich französischer Kirchenmusik des frühen 20. Jahrhunderts dem begeisterten Publikum ebenso musikalisch wie theologisch spannend vermittelt.
 


Werke französischer Chormusik, zum Teil begleitet von zwei Orgeln, brachte der Kammerchor „Young vocals“ aus Eppelheim in der evangelischen Stadtkirche zu Gehör. BILD: WIDDRAT

2008

Schwetzinger Zeitung vom 14.11.2008

Sängerbund Germania: Traditionschöre des Gesangvereins luden zur Soiree ins Foyer der Wild-Halle ein und verbanden den Gesang mit Ehrungen
Die Welt des Schlagers zu Gehör gebracht

EPPELHEIM. Die Soiree mit Ehrungen der Traditionschöre des Sängerbundes Germania erwies sich im Foyer der Rudolf-Wild-Halle als eine gute Konzertidee. Entführt wurde das Publikum in die Welt der Schlager. Ehrenvorsitzender Klaus Preuß und Vizedirigent Manfred Stotz führten eloquent durch das Programm und stellten die beiden Traditionschöre des Sängerbundes vor.
Der vor fast 110 Jahren gegründete Männerchor und der 30 Jahre alte Frauenchor hätten sich entschlossen, neue Wege zu gehen. „Die beiden ältesten Chöre der Germania möchten ihr traditionelles Liedgut um die Sparte Schlager erweitern“, hieß es. Es sei ein Versuch, betonte Preuß Was dabei herauskam, konnte sich sehen oder besser gesagt „hören“ lassen und bedarf unbedingt einer Fortsetzung. Das ließ sich nämlich leicht am Applaus ablesen.
Als musikalischer Leiter hatte Reiner Wagner die Sägerinnen und Säger bestens auf den Abend vorbereitet und mit ihnen Ohrwurmschlager der Vergangenheit und Hits aus jüngster Zeit einstudiert. Er begleitete zudem die Chöre am Piano.
Ganz Kavalier überließ der Männerchor den Damen den Vortritt und damit auch den ersten Applaus des Abends. Sie hatten einen Hit von Nicole und „Über den Wolken“ von Reinhard May mitgebracht und bei beiden Liedern viel Gefühl in der Stimme bewiesen. Mit musikalischen Liebeserklärungen an „
Valencia“ und Michael Holms „Mendocino“ punktete der Männerchor und bewies dabei sowohl seine temperamentvolle als auch seine sanfte Seite. Fü viele Stimmen und viel Unterhaltung sorgte der gemischte Chor mit über 60 Sägerinnen und Sägern. Er ließ die schönsten Hits von Udo Jürgens in einem Medley aufleben. Dieter Bohlen hatte auch seinen Platz im Programm: zu hören war in deutscher Übersetzung sein Hit aus der ersten „Deutschland sucht den Superstar“-Staffel: „We have a dream“. Mit „Conquest of Paradise“ von Vangelis fand die Soiree einen gelungenen Abschluss.
Den Part der Mitgliederehrungen für aktive Sänger übernahm vom Kurpfäzer Sängerkreis Heidelberg Reinhard Zigahl. Seitens der Germania wurden die Geehrten von den Vorstandsmitgliedern Eveline Huber und Petra Hübler ausgezeichnet.
Die Gratulation für 25-järige Chormitgliedschaft ging an Erwin Hoffäller. Ingo Müller erhielt Auszeichnungen für 40 Jahre Sangestreue. Heinz Meisel, Volker Schmitt und Ehrenvorsitzender Klaus Preuß wurden für ein halbes Jahrhundert Chorgesang geehrt.
sge


Schlagerlieder präsentierte der gemischte Chor bei der Soiree des Sängerbundes Germania, in deren Rahmen langjährige Mitglieder geehrt wurden. Eveline Huber (links) und Petra Hübler (rechts) zeichneten Reinhard Zigahl, Erwin Hoffäller, Volker Schmitt, Ingo Müller und Klaus Preuß (von links) aus.
BILD: GESCHWILL

 

Schwetzinger Zeitung vom 06.06.2008

Germania-Chor „joyful voices“: Musikalische Soiree von Chor und Solisten in der Josephskirche begeistert die Zuhörer
Lieder von Engeln und Unholden

Von unserer Mitarbeiterin Sabine Geschwill
EPPELHEIM. Die vielen Fans des Germania-Chores „joyful voices“ kamen in der Josephskirche voll und ganz auf ihre Kosten. Die musikalische Soiree war einfach himmlisch. Unter dem Motto „Hits & Spirits fast wie im Himmel“ hatte der 2005 gegründete Chor sein Repertoire von zumeist englischsprachiger Gospels, Pop- und Musicalmelodien deutlich erweitert und eine höchst ansprechende Auswahl zeitloser Spirituals und aktueller Lieder von Engeln und verliebten Unholden einstudiert. Bestens vorbereitet von ihrem neuen Chorleiter Christian Jungblut und einem Chorwochenende im Elsass begeisterten die 50 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 15 und 65 Jahren vom ersten Augenblick an mit ihrer homogenen Stimmkraft und Ausstrahlung.

Solisten im Mittelpunkt
Durch das Programm führten Gudrun Hagemeister und Josephine Kraft-Blaich. Sie machten das Publikum auf zwei Neuerungen aufmerksam. Die „joyful voices“ setzten bei ihrem nunmehr dritten Konzert vermehrt auf den Einsatz von Rhythmusinstrumenten und Solisten aus den eigenen Reihen. Am Schlagzeug überzeugte Volker Wiegand. Für die Percussion waren Rita Adler, Sabine Beckenbach und Ute Rebennack zuständig. Als Solisten bewiesen Sabine Beckenbach, Michael Becker, Lisa Breuer, Svenja Huber, Nikolai Kaltschmidt, Josephine Kraft-Blaich, Michael Mohrlock, Gabi Müller, Ute Rebennack und Klaus Tiedemann ihre Qualitäten. Zum Dahinschmelzen war der Robbie Williams-Song „Angels“, die Seele berührend zeigte sich „Amazing Grace“ und voller Gefühl waren die Gospels „Go, tell it on the mountain“ und „Nobody nows“. Pluspunkte bei den begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern sammelte der Chor mit sanften Ohrwürmern wie „What a wonderful world“ oder „Halleluja“ aus dem Kinofilm „Shrek“ und „Lena’s song“ aus „Wie im Himmel“. Ohne Zugaben ließ das begeisterte Publikum die „joyful voices“ nicht gehen.


Der junge Chor des Sängerbundes Germania, „joyful voices“, begeisterte bei seinem Konzert in der Josephskirche die zahlreichen Besucher. BILD: GESCHWILL

2007 

Schwetzinger Zeitung vom 02.11.2007

Unverzichtbare Mitglieder mit höchster Ehre bedacht
Großer Ehrungsnachmittag beim Gesangverein „Germania“

Von unserer Mitarbeiterin Sabine Geschwill
Eppelheim. „Gemeinsam – Miteinander“ – unter diesem Motto stand der Ehrungsnachmittag des Sängerbundes Germania im katholischen Gemeindezentrum. Dazu eingeladen hatte das neue Vorstandsteam. Der Gesamtchor, sowie der Frauen- und Männerchor und die „joyful voices“ waren mit ihren musikalischen Leitern Reiner Wagner und Christian Jungblut für das Unterhaltungsprogramm verantwortlich. Die Moderation oblag Inge A. Burck und Manfred Stotz.
„Gemeinsam und miteinander möchten wir die Zukunft der Germania gestalten und Tradition und Moderne miteinander pflegen“, betonte Thomas Hübler vom Vorstandsteam. „Gemeinsam mit allen Chören und unter dem Dach des Sängerbundes möchten wir wieder zu alter Stärke finden.“ Eine der Traditionen, die bei der Germania gerne gepflegt werden, sei die Ehrung verdienter Vereinsmitglieder. Insgesamt vier neue Ehrenmitglieder wurden ernannt. Als weitere Mitglieder des Vorstandteams hatten sich Petra Hübler, Eveline und Stefan Huber und Andrea Wiegand für jeweils einen zu Ehrenden eine maßgeschneiderte Laudatio überlegt.
Ehrenmitglied werde man nicht einfach nur so, wurde deutlich gemacht. Man müsse schon eine entsprechende Leistung vollbracht haben wie beispielsweise Dieter Stephan. Er gehöre nun schon seit 52 Jahren der Germania an, komme regelmäßig zu den Chorproben und natürlich auch zu den zahlreichen Auftritten. „Allein das ist schon eine große Leistung und verdient unser aller Respekt und Anerkennung.“ Als Landwirt habe er immer seine Möglichkeiten genutzt, um seinen Verein zu unterstützen, ob bei der Kerwe, beim Sommertagsumzug oder als Gastgeber der beliebten Scheunenfeste.
Ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde Manfred Weber. Der zu Ehrende sei schon als kleiner Bub mit seinem Großvater zur Germania gekommen und praktisch in der Chorgemeinschaft aufgewachsen. Seit 55 Jahren sei er aktiver Sänger und immer für den Verein da. Er habe immer ein Amt innegehabt, ob im Bau- oder im Veranstaltungsausschuss oder als Helfer im Reparaturtrupp. Einen nicht unerheblichen Beitrag habe er beim Bau des Vereinsheims geleistet.
Weiterhin wurde Gerhard Wittmann ausgezeichnet. „Seit 57 Jahren gehört er zum Männerchor und ist von dort nicht mehr wegzudenken.“ Egal ob Chorproben, Geburtstagsständchen, Auftritte oder Konzerte - Gerhard Wittmann sei immer anwesend. Früher sei er für den Verein als Vereinsdiener unterwegs und mit der Aufgabe zum Beitragseinzug betraut sowie 22 Jahre lang Fahnenträger der Germania gewesen.
Die letzte Ehrenmitgliedschaft gebührte Christa Stephan. Seit 1981 sei sie Mitglied im Verein und seit der ersten Minute immer aktiv dabei. Sie sei Obfrau und fast 20 Jahre stellvertretende Vereinsvorsitzende gewesen. Gelobt wurden ihre Aktivitäten beim Frauenchor sowie ihr Geschick bei der Dekoration von Festen und Konzerten, die Planung der Kerwe und ihre Einsatzbereitschaft beim Kochen der Kerweessen.
Zuletzt hatte Hans Stephan als Germaniamitglied und Ehrenbürger die besondere Aufgabe, den langjährigen Vorsitzenden der Germania, Klaus Preuß, zu ehren und ihn zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. „Er stand als Vorsitzender immer ganz vorne im Wind“, verdeutlichte Stephan. Vor vielen Jahren sei er in die „Schuhe“ seines Amtsvorgängers Manfred Heckmann gestiegen – mit neuem Profil auf den Sohlen. Preuß habe sich als Vorsitzender nicht nur um das Alltagsgeschäft, sondern sich auch um das Sängerheim kümmern müssen. Die Organisation von Jubiläen, Sängerfesten, Auftritten, Konzerten und Verhandlungen mit der Stadtverwaltung gehörten zu seinem Aufgabengebiet. Preuß habe mit Pflichtgefühl, Mut zur Tat, Stehvermögen und Vertrauen alle Herausforderungen gemeistert und dem Verein gezeigt, wohin der Zug „Germania“ fahren müsse. Er habe aber auch Weitsicht bewiesen und den Verein geöffnet für neue Ideen. Unter seinem Vorsitz habe sich der Kinderchor „vocalini“, der Gospelchor „joyful voices“ und in Kooperation mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium der Jugendchor „young vocals“ gegründet. „Lieber Klaus, das alles hast du geschafft - Hut ab vor dieser enormen Leistung“, lobte Stephan.


Ehrenhafte Mitglieder: Die „Germania“ zeichnete (von links) Dieter Stephan, Thomas Hübler, Christa Stephan, Klaus Preuß, Gerhard Wittmann und Manfred Weber aus. Bild: Geschwill

2006

Schwetzinger Zeitung vom 18.10.2006

Vier Chöre entführten in die bunte Welt des Musicals
Über 400 lauschten in der Rudolf-Wild-Halle restlos begeistert den Musical-Melodien des „Sängerbundes Germania“

Eppelheim. An den grandiosen Konzerterfolg der Opern- und Operettenmelodien im Jahre 2001 wollte der Sängerbund Germania anknüpfen und lud im 105. Jahr seines Bestehens seine große Fangemeinde zu einem großen Musical-Konzert in die Rudolf-Wild-Halle. Über 400 folgten dem Ruf der Germania, um sich von ihren Chören in die beschwingte Welt der Musicals entführen zu lassen.
Dem Vereinsvorsitzenden Klaus Preuß und seiner Stellvertreterin Christa Stephan war es gelungen mit Hilfe vieler guter Geister und wohl wissend um die dekorativen Ideen ihres singenden Ehrenmitgliedes, Ehrenbürgerin Inge A. Burck, einen kurzweiligen Konzertabend zu organisieren, dem gerne Bürgermeister Dieter Mörlein, die Bürgermeisterstellvertreter Karl Junginger und Lothar Wesch sowie Ehrenbürger Dr. Hans-Peter Wild beiwohnten.
Ehrenbürger Hans Stephan war übrigens auch anwesend: als aktiver Sänger im Männerchor. Wochen und Monate hatten die Dirigenten mit ihren Chören geprobt, um die Sängerinnen und Sänger gut vorzubereiten. Insgesamt standen an diesem Konzertabend vier Chöre der Germania auf der Bühne und präsentierten die Früchte steter Probearbeit: der seit 105 Jahren bestehende Männerchor, der Frauenchor, der tags drauf an gleicher Stelle sein 25 jähriges Bestehen feiern konnte, sowie der vor einem Jahr eigens für das Konzert gegründete Projektchor „Joyful Voices“ und der schon etwas länger bestehende Kinderchor „Vocalini“.
Einzig der Kammerchor „Young Vocals“, der 2001 vom Musikpädagogen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Dr. Ralf Schnitzer gegründet wurde, war entschuldigt:
er befindet sich in der heißen Abschlussprobenphase für den erstmalig veranstalteten „Eppelheimer Konzertabend - Podium für junge Künstler“, zu dem die Leonie-Wild-Stiftung am Sonntag, 22. Oktober, um 17 Uhr in die Christkönigkirche einlädt.
Doch zurück zum Musical-Konzert, das unter dem treffend gewählten Motto „Musik erfüllt das Leben“ das Publikum begeistern sollte. Bestens eingestimmt vom Moderatorenduo Josefine Kraft-Blaich und Nikolai Kaltschmitt konnten die über 400 Zuhörer auf die Reise durch die Welt der Musicals geschickt werden, beginnend mit dem Frauen- und Männerchor unter der bewährten Leitung von Dirigent Reiner Wagner. Die beiden gestandenen Chöre widmeten sich ganz gefühlvoll dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber und ließen, am Flügel begleitet von ihrem früheren Dirigenten Herbert Menrath, Ohrwürmer wie das „Lied der Nacht“ und „Phantom“ erklingen. Der Frauenchor nahm sich dem Musical „Cats“ an und schwelgte in „Memories“. Als Bonbon hatte die Germania aufgrund ihrer Verbundenheit mit dem Verein die Sopranistin Heike Götz gewinnen können. Sie sang zur Freude des Publikums einmal ganz kokett „I feel pretty“ aus Leonrad Bernsteins Musical „West Side Story“ und später das opulent intonierte „Tonight“. Als weiterer Solist war Germania-Bariton Heinz Meisel zu hören mit dem beliebten „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical Anatevka.
Der Kinder- und Jugendchor „Vocalini“ mit seinem hoch gelobten musikalischen Leiter Dr. Ralf Schnitzer und Dirigentenkollegen Christian Jungblut sang sich blitzschnell mit flotten Melodien aus den Musicals „Grease“, „South Pacific“ und „Carousel“ in die Herzen der Zuhörer. Für ihr pfiffig interpretiertes „We go together“ erhielten die Jüngsten stehenden Beifall.
Danach formierten sich die rund 60 Sängerinnen und Sänger der „Joyful Voices“ mit ihrem Dirigenten Reiner Wagner, die sich eigens für das Konzert zusammengefunden hatten, auf der Bühne, um sich verstärkt der englischsprachigen Literatur anzunehmen. Die gute Nachricht schickten die Moderatoren vorweg: den Chormitgliedern habe die Probearbeit soviel Spaß bereitet, dass sie unter dem Dach der Germania weiterhin als moderner Chor bestehen wollen. Das Publikum quittierte diese Aussage mit spontanem Applaus. Mitreißende Musik packten die „Joyful Voices“ auf der Bühne aus mit Hits aus „Grease“ und Ohrwürmer der schwedischen Popgruppe Abba. John Travolta und Olivia Newton-John wurden lebendig als die Männer und Frauen ganz keck „Summernights“ oder „You’re the one that I want“ sangen.
Mit „My fair Lady“ näherte sich der große Konzertabend seinem Ende. Doch zuvor entführten der gemischte Chor und die beiden Solisten Heike Götz und Heinz Meisel ihr Publikum noch einmal mit den dazugehörigen Ohrwürmern wie „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ und „Es grünt so grün“. Nach fast zwei Stunden voller beschwingter Melodien wollte das Publikum die Germania-Chöre immer noch nicht von der Bühne lassen und forderte Zugaben. Die Chöre gaben sie gerne mit dem „Lied der Nacht“ und „Love changes everything“. sge


Nach langen, intensiven Proben, machte sich der Sängerbund Germania mit vier Chören, auf dem Bild der gemischte Chor unter der Leitung von Reiner Wagner, auf die Reise in die beschwingte Welt der Musical-Melodien. Ein heiterer Ausflug, der die zahlreichen Besucher mehr als nur begeisterte.


Der Kinder- und Jugendchor „Vocalini“ steht unter der Leitung von Dr. Ralf Schnitzer und zählt zu den großen Zukunftshoffnungen der Germania. Auch in der Rudolf-Wild-Halle gab es für den flotten Chor stehenden Beifall vom Publikum.

 

Rhein-Neckar-Zeitung vom 30.03.2006

 Beschwingte Stimmen feierten Premiere
Gelungene Premiere des Germania-Projektchores „JoyfuI Voices" in der Josephskirche

Eppelheim. (sg) Eine tolle Premiere feierte der Germania-Projektchor „JoyfuI Voices" in der Josephskirche. Allein an dem Besucherandrang merkte man, dass man in Eppelheim auf einen solchen Chor schon lange gewartet hatte.  Der Projektchor gründete sich vor noch nicht mal einem Jahr unter dem musikalischen Dach der Germania. Mit dem Ziel, beim Musicalkonzert des Sängerbundes am 14. Oktober den Part, der englischen Literatur zu übernehmen. Im Lauf des Jahres hat der Chor einen unglaublich guten Zuspruch erfahren: insgesamt 50 Sängerinnen und Sängern ließen so die Matinee in der Josephskirche zu einem musikalischen Hörgenuss werden. Mit diesem Chor, so erläuterte Vereinsvorsizender Klaus Preuß, wolle man Menschen jeden Alters ansprechen, die viel Spaß am Singen haben aber weniger auf die traditionellen Lieder eines Gesangsvereins stehen. Obendrein war für die Teilnahme am Projektchor keine Vereinsmitgliedschaft notwendig. Alles in allem zeigte sich das Projekt als eine prima Idee, bei der es in erster Linie um die Lust am Singen ging und erst in zweiter Linie um den Gewinn neuer Sänger für den Verein.
Als musikalischer Chef des Sängerbundes Germania hat Reiner Wagner im zurückliegenden Jahr ganze Arbeit geleistet und alle Sängerinnen und Sänger stimmlich dort abgeholt, wo sie standen. Geformt hat er dann daraus eisen Chor voller beschwingter Stimmen, die „JoyfuI Voices", die von Anfang an den Ohren des Publikums gefielen.
Bei der Musikauswahl für die Matinee, die von den beiden Sängern der Vocalini-Jugend Nikolai Kaltschmidt und Thomas Kehr sehr gekonnt moderiert winde, hatten die Verantwortlichen ein gutes Händchen bewiesen und einen Programmmix aus Pop-, Musical und Gospelmusik ausgesucht, der einfach das Publikum mitreißen musste und dem neuen Chor das Premierenfieber nahm. Die „Beschwingten Stimmen" schenkten ihrem Publikum Songs wie „Killing me softly" oder Rod Stewarts „Sailing", den Beatles-Ohrwurm „Yesterday" und zwei wunderschöne Abba-Melodien: „Fernando" und „Mamma Mia\

 
Begeisterten ihr Publikum: die „JoyfuI Voices". Foto: PS Geschwill

2004 

Badische Sängerzeitung - Ausgabe Januar 2004
Beispiele für innovative Neugründung

Seit das Ministerium für Jugend, Kultus und Sport Baden - Württemberg das Förderprogramm "Dauerkooperation Schulchor - Vereinschor" aufgelegt hat, sind im Bereich des Badischen Sängerbundes zahlreiche Anträge zu diesem Programm positiv beschieden worden.
So hat auch der Sängerbund Germania Eppelheim (Kurpfälzer Sängerkreis Heidelberg) unter seinem Vorsitzenden Klaus Preuß die Möglichkeit einer Kooperation gesucht. Er wurde fündig am Dietrich - Bonhoeffer - Gymnasium in Eppelheim, wo Dr.Ralf Schnitzer seit Jahren mit seinen "Gesangsklassen" äußerst innovative Impulse setzt, die zwischenzeitlich als Modell im Land große Beachtung findet.
Die "young vocals" wurden vor zwei Jahren von Ralf Schnitzer und dem Sängerbund "Germania" Eppelheim als junges Vokalensemble gegründet, das sich zum Ziel setzte, Anspruchsvolle Chorliteratur zu erarbeiten.
Die Idee war, erfahrenen Chorsänger und junge talentierte Stimmen, die musikalisch und menschlich von einander lernen können, in einem Ensemble zu vereinen. Ausgangspunkte waren die "Gesangsklassen" von Ralf Schnitzer. Dieser mutige Schritt hat schon nach einem Jahr in einem a - capella Programm der "young vocals" Früchte getragen. So waren im Südwestfunk Ausschnitte aus diesem Konzert zu hören. Es folgte die Einladung zum "Neunten Schwetzinger Orgelsommer", wo Werke von John Rutter aufgeführt wurden.
Dieses Programm wird erneut zu hören sein: Kloster Lichtenthal in Baden - Baden, 31.Januar um 20.00 Uhr, sowie im Rahmen des Heidelberger Frühlings am 30.März um 20.00 Uhr in der Peterskirche.
Dieses außergewöhnliche Beispiel einer geglückten Dauerkooperation macht Hoffnung, daß mit Engagement, großen fachlichen Können und der positiven Vision " Singen im Chor tut gut" manches möglich wird, das die Vereine voranbringen kann.

2003

Schwetzinger Zeitung vom 23. Dezember 2003

Von der Hoffnung, dass die Träume der Menschen in Erfüllung gehen
"Sieh, Dein König kommt" - dargeboten vom Sängerbund Germania, "Vocalini" und dem Chor des Bonhoeffer-Gymnasiums

Von unserem Mitarbeiter Carlo Weippert
Eppelheim. "Wenn wir geahnt hätten, was an Organisation, Bühnengestaltung, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit auf uns zukommt, wir hätten im März sicher die Finger von dem Projekt gelassen. Doch die Freude bei der Vorbereitung mit den Chören, SchauspielerInnen und Orchestermusikern bis zum großen Fest heute hat bewiesen, dass die Entscheidung für das Projekt "Sieh' Dein König kommt" richtig war!" Klaus Preuß als 1. Vorsitzender vom Sängerbund Germania Eppelheim konnte mächtig stolz auf das Geleistete sein: Kinder- und Jugendchor "vocalini" (Leitung: Ralf Schnitzer), Orchester vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (Leitung: Gerda Pullig), die Chöre vom Sängerbund Germania Eppelheim (Leitung: Reiner Wahner) und die Schauspielgruppe der "Vocalini" (Regie: Thilo Dörfler) - das war schon ein stolzes Aufgebot an Mitwirkenden in der Rudolf-Wild-Halle. Der hohe Gast konnte jetzt kommen, es war alles bereitet. Für die musikalische Weihnachtsgeschichte "Sieh', Dein König kommt", geschrieben vom früheren Germania-Dirigenten Franz-Josef Siegel, standen die Türen weit offen.
Bei Staatsbesuchen werden rote Teppiche ausgerollt, Fahnen geschwenkt und Soldaten mit viel Macht präsentiert, heute sollte die Ankunft eines Königs begrüßt werden, der auf solche Äußerlichkeiten nicht den geringsten Wert legt. Das Lukasevangelium berichtet ziemlich genau, wie sich der Empfang damals vor 2003 Jahren abgespielt hat. Mit Inge Burck kamen die Zwischentexte einfühlsam und für jeden Besucher in der sehr gut besuchten Halle direkt annehmbar herüber, das Bühnenbild lud dezent-einprägsam ein, Orchester und Chöre waren in freudiger Erwartung angetreten, die Träume der Menschheit konnten jetzt in Erfüllung gehen. "Ein Traum ist mir erschienen, der mich bezaubert hat!" Heinz Meisel (Bariton) öffnete mit dem Männerchor die Türe zur Weihnachtsgeschichte mit ganz viel Herz und Gefühl; "Die Tore sind geöffnet weit, die Mauern werden Brücken sein, denn hier sind alle gleich!"
Die große Weihnachtsfamilie hatte außer ihrer biblischen Herkunft natürlich auch ganz bürgerliche Namen: Maria: Valerie Kalinski; Joseph: Nikolai Kaltschmidt; Lukas: Dennis Dietz; Herold: Thilo Dörfler; die Engel: Sarah Pflüger, Henrike Seydel und Svenja Huber; die Wirte: Thomas Kehr, Timo Busemann und Alexander Kaltschmidt; die Hirten: Ann-Kathrin Weirether, Galina Maerker, Jana Mader, Rebecca Müller, Jens Neureither, Valerie Gebhard, Sina Busemann und Simon Linti; die Könige aus dem Morgenland: Valerie Laumann, Matthias Missauer und Kinje Mikus. Diese ganzen himmlischen und weltlichen Scharen wurden von Thilo Dörfler (Regie) so gut in Szene gesetzt, dass für heute der Abiturstress in den Hintergrund trat.
Mit "Air" von Henry Purcell, dem "Adagio" (Franz Joseph Siegel) und vielen anderen fröhlichen Zwischenmusiken lebten die Einzelszenen ihre Kraft und Aussagestärke, gaben Freiräume zur Verarbeitung der allzu menschlichen Träume, Ängste und Hoffnungen. Gerda Pullig (Violine), Sarah Pflüger (Gesang), Henrike Seydel (Gesang), Svenja Budig mit Sarah Heim (Querflöten) und als unermüdlich treu-sensibler Begleiter am Flügel hatte Ralf Schnitzer großen Anteil am Gelingen der Einsätze, Übergänge und Zusammenklänge. Die große Weihnachtsfamilie ließ die Geschichte in Klängen und Texten warm in die Wild-Halle schweben.Das große Finale bezog alle Menschen mit Hoffnung im Saal ein, die drei Chöre intonierten mit dem Orchester zwei Strophen des bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt: Stille Nacht. Zur dritten Strophe fielen die Besuchten des Königs in der Rudolf-Wild-Halle ein, erst zögerlich, doch dann kräftig-fröhlich: "...da uns schlägt die rettende Stund', Christ in Deiner Geburt!" Gut, dass im März das Projekt "Sieh', Dein König kommt" allen Mühsalen zum Trotz auf den Weg gebracht werden konnte. Standing Ovations belohnten die Akteure, Helfer im Hintergrund und alle Menschen mit Herz für Ankommende ohne Krone, Bravo!
© Schwetzinger Zeitung - 23. Dezember 2003

 

Schwetzinger Zeitung vom 22. August 2003

Ein bisschen mediterranes Flair inmitten der Stadt
Straßenfest des Gesangvereins "Germania" lockt zahlreiche Gäste an das Gasthaus "Löwen" / Gute Resonanz beim Flohmarkt

Von unserem Mitarbeiter Kay Müller
Eppelheim. So macht man aus der Not eine Tugend. Beim großen Sommer-Straßenfest des Sängerbundes Germania im vergangenen Jahr war der Biergarten des Löwen noch als Platz für die große Kuchentheke genutzt worden und ließen sich besonders am Sonntagnachmittag viele Eppelheimer zu "lecker Kaffee und Kuchen" dort nieder.
Nun ist der Löwe seit Mai diese Jahres verpachtet, also stellten die Organisatoren um den Vorsitzenden der Germania, Klaus Preuß, einige Bistrotische und Stühle auf den vorderen Bereich der Friedrichstraße und das gestaltete sich so gut, dass fast ein wenig "mediterranes Flair" in Eppelheim auftauchte. Natürlich hatten die Sä¤nger auch das Glück des Tüchtigen, spielte an diesem Wochenende das Wetter mit und trug somit seinen Teil zum Gelingen des Sommerfestes bei.
Gut war die Stimmung am Samstagabend zur Livemusik von "R&K-Music" und auch am Sonntagmorgen ließen es sich viele Eppelheimer nicht entgehen, zu einem Weißwurstfrühstück und einem "frisch Gezapften" beim Sommerfest vorbei zu schauen. Apropos leibliches Wohl: Neben den Grillspezialitäten war in diesem Jahr das Rindfleisch mit Meerrettich der absolute Renner. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil Christa Stephan die Speise komplett selbst zubereitet hatte. Einmal mehr gab es bei der Germania sogar die Gelegenheit, auf die Jagd nach den berühmten Schnäppchen zu gehen: Der Flohmarkt stieß auf gute Resonanz. Sein Erlös kommt dem Kinder- und Jugendchor des Sängerbundes Germania zugute. Etwa 40 Kinder in einem Alter von sechs bis sechzehn Jahren stehen seit knapp einem Jahr unter der Leitung von Dr. Ralf Schnitzer. Der Verein vernachlässigt also keinesfalls den Nachwuchs und so treffen sich die Jugendlichen einmal in der Woche, freitags, im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, um auf spielerische Art und Weise und "von der Pieke auf" ihre Stimme zu bilden.
Der erste große Auftritt folgt in einigen Monaten. Beim großen Weihnachtskonzert des Sängerbundes werden die Nachwuchssänger durch ihr Schauspiel den Frauen- und Männerchor bei der lebendigen Weihnachtsgeschichte in der Christkönigskirche unterstützen. Infos unter Telefonnummer 06221-754302.

© Schwetzinger Zeitung - 22. August 2003

2002

Schwetzinger Zeitung vom 18.12.2002

Herausragendes Wirken mit der Zelter-Plakette belohnt
Finanzminister Gerhard Stratthaus überreicht dem Gesangverein Sängerbund Germania die höchste Auszeichnung für Chöre

Eppelheim. Zahlreiche Gäste begrüsste Vorsitzender Klaus Preuß zu einem besonderen Anlass in der Rudolf-Wild-Halle: Der Sängerbund "Germania", gerade 100 Jahre alt geworden, wurde mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet. Dies ist die höchste Auszeichnung, die ein Gesangverein erhalten kann, sie wird vom Bundespräsidenten verliehen.
Preuß freute sich, zu der Veranstaltung den baden-württembergischen Finanzminister Gerhard Stratthaus begrüssen zu können. Dieser hatte die Aufgabe übernommen, die Plakette im Namen von Bundespräsident Rau zu überreichen. Ferner hieß der Vorsitzende Bürgermeister Dieter Mörlein, die Bundestagsabgeordneten Dieter Niebel und Dr. Karl A. Lamers, die Ehrenbürger Inge Burck und Hans Stephan, die Pfarrer Wolfgang Buck und Michael Jäck, Jugendwartin Katja Knechtel und Ehrenvorsitzenden Herbert Albrecht vom Sängerkreis Heidelberg, Direktor Armin Becker vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sowie die Sängerinnen und Sänger der Germania willkommen.
Preuß sprach von einer erinnerungswerten Geschichte des Sängerbundes und erhoffte sich eine erlebniswerte Zukunft. Doch vorerst galt seine Aufmerksamkeit der Gegenwart, der Verleihung der Zelter-Plakette, "einer sehr hohen Auszeichnung für Chöre". Und da diese Ehrung verbunden ist mit der Würdigung der außergewöhnlichen Leistung, die der Chor in einem Jahrhundert erbrachte, führte der Verein seinen Gästen im Zeitraffer Höhepunkt der letzten zehn Dekaden vor.
Den Part der Moderatoren übernahmen dabei, sehr zur Freude und Unterhaltung der Gäste, die beiden Ehrenbürger und Germania-Mitglieder Inge Burck und Hans Stephan. Mit launigen, wenn es die Zeit erforderte auch ernsten Worten, führten sie durch die Vereinsgeschichte, die mit Projektionen bebildert wurde. Fünf Blöcke bildeten das Gerüst der Erinnerung, von der Gründerzeit über die Jahre nach dem Krieg, hin zur Ära Heckmann und Franz-Josef Siegel, zur Ära Herbert Menrath und letztlich zur Gegenwart, zum Jubiläum im Jahr 2001.
Natürlich wurde die Zeit nicht nur in Wort und Bild lebendig, auch die Chöre, der Frauen- und der Männerchor, zeichneten die Jahrzehnte nach, trugen Lieder vor, die in der jeweiligen Epoche das Bild des Vereins prägten. Von "Schäfers Sonntagslied" aus der Gründungszeit über das "Rheinische Fuhrmannslied" ging es in die Ära Siegel, die mit dem Lied "Mala Moja" versinnbildlicht wurde. "Als geblüht der Kirschenbaum" trug der Frauenchor aus der Zeit von Menrath, dem Gründer des Chores, vor.
Absoluter Höhepunkt waren sicherlich die Ausschnitte aus dem Jubiläumskonzert, die Liedern aus der "Lustigen Witwe" von Lehar. Der gemischte Chor unter der Leitung von Reiner Wagner, Herbert Menrath am Flügel und die Solisten Helena Günther, Sopran, Hans Meisel, Tenor, schufen ein Panorama zum Schwelgen und Träumen.
Nach diesem tollen musikalischen Entree war es an der Zeit für Minister Stratthaus, das Wort zu ergreifen. Nun, so der ehemalige Schwetzinger Oberbürgermeister, stecke er in einem Dilemma. Nach einem Bonmot von Nietzsche solle man nach guten Liedern lange Schweigen. Die Lieder waren gut, so Stratthaus, doch Zeit zu schweigen habe er wohl kaum.
Oftmals beneide er seine Kollegen, die überall gerne gesehen seien, da sie meist etwas mitbrächten. Er hingegen nehme als Finanzminister meist mit, scherzte der Landespolitiker und fügte hinzu, dass er schon aus diesem Grunde gerne nach Eppelheim gekommen sei. Zum zweiten auch, weil er mit dem Auto nur eine Viertelstunde gebraucht habe.
Beethoven war der Meinung, Musik besitze mehr Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie zusammen, Wilhelm Busch sei der Meinung gewesen, "Musik werde oft als störende empfunden, weil mit Geräusch verbunden", zeigte Stratthaus die beiden Extreme auf, zwischen denen sich die Töne bewegten. Auf jeden Fall, versicherte der Minister den Chören, an diesem Tag habe er klar Beethoven empfunden.
Nichts spreche den Menschen in seiner Ganzheit mehr an als die Musik, vermutet Stratthaus. Gesungen werde nicht nur bei guter Laune, in allen extremen Situationen neige der Mensch zur Musik, die ihm "die intensivsten Ausdrucksmöglichkeiten" einräume.
Besonders schön sei der Gesang im Verein, so Stratthaus, der sich an seine Jugendzeit in Brühl erinnerte, in einer Zeit, in der sich das Leben noch im Ort abspielte, das Miteinander überschaubar war. Heute beherrsche die Mobilität das Leben, die neben vielen Vorteilen den Nachteil mit sich bringe, dass der Mensch vereinsamt. Vor diesem Hintergrund gewönnen die Vereine wieder mehr an Bedeutung, müssten sie stärker gefördert werden, "denn das Ehrenamt ist der wichtigste Bereich im öffentlichen Leben".
Nun sei es ihm eine große Ehre der Germania ist Auftrag des Bundespräsidenten die Zelter-Plakette zu überreichen. Eine Auszeichnung, die nicht automatisch nach 100 Jahren verliehen werde, die sich ein Verein mit besonderen Leistungen verdienen müsse. Zu der hohen Auszeichnung gratulierte Stratthaus auch im Namen von Dirk Niebel und Dr. Karl A. Lamers. aw

© Schwetzinger Zeitung  18.12.2002

 

Schwetzinger Zeitung vom 17.12.2002

Mit weihnachtlichen Gesängen den älteren Menschen Freude bereitet
Gesangverein "Germania" gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Mörlein zu Besuch im "Haus Edelberg"
 
Eppelheim. Seit einigen Jahren gibt es das "Haus Edelberg" in der Gemeinde. Seit dieser Zeit ist es Bürgermeister Mörlein und den Vereinen ein nette Tradition geworden, die dort lebenden Senioren in der Vorweihnachtszeit zu besuchen, ihnen einen vergnüglichen Nachmittag zu bereiten und ihnen somit zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind, sie weiter ihren Platz im Herzen der Gemeinde haben. In diesem Jahr machte sich Bürgermeister Dieter Mörlein gemeinsam mit dem Sängerbund Germania auf, den Senioren einen besinnlichen Adventstag zu gestalten.
Während Bürgermeister Dieter Mörlein mit einer kleinen Geschichte dem Sinn der Weihnachtszeit, der Vorfreude und der adventlichen Stimmung ein Kleid gab, trug der Gesangverein Sängerbund Germania seinen Teil zum Gelingen der Veranstaltung musikalisch bei.
Eröffnet wurde der musikalische Vortrag durch den Gesamtchor mit dem Lied "Maria durch ein Dornwald ging", dem das feierliche "Gloria" folgte. Vom Männerchor wurde sodann der "Weihnachtszauber" angestimmt und "Heilige Nacht, o gieße du", vorgetragen. "Oh gnadenreiche Zeit" und "Singt Gloria" sang der Frauenchor.
Nach den besinnlichen Worten des Bürgermeisters, der den Senioren auch im Namen des Gemeinderates ein friedvolles Weihnachtsfest wünschte, waren noch einmal der Frauen- und der Männerchor zu hören, bevor die Feierstunde mit Liedern des Gesamtchores, "Jingle Bells" und "Stille Nacht" stimmungsvoll ausklang, derweil sich die Akteure und Zuhörer an der Kaffeetafel stärkten. aw 
 
© Schwetzinger Zeitung   –   17.12.2002