2009
Rhein-Neckar-Zeitung vom 29.07.2009
Schwetzinger
Zeitung vom 04.08.2009
Bei der Jahreshauptversammlung
positive Bilanz der Arbeit im Verein gezogen und neue Aufgaben besprochen
Fünf eigenständige Chöre, die
sich in die Gemeinschaft einbringen
Es
war ein äußerst erfolgreiches Jahr, auf das Vorstandssprecher Thomas Hübler bei
der Mitgliederversammlung des Sängerbundes Germania zurückblicken konnte, rund
250 aktive Sängerinnen und Sänger singen in den nun fünf Chören des Vereins,
traditioneller Frauen- und Männerchor, moderner Chor „Joyful voices“, Kinderchor
„Vocalini“ und junger Kammerchor „Young vocals“ – und besonders erfreulich, der
Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt bei über 50 Prozent. Höhepunkt der
letzten zwölf Monate war das Konzert der Generationen aller Chorabteilungen
Anfang Mai in der Rudolf-Wild-Halle. Auch die Entwicklung der „jungen“
Chorabteilungen ist erfreulich und mit jeweils über 50 Sängerinnen und Sängern
sind diese Chöre inzwischen eine feste Größe innerhalb der Vereinsfamilie.
Allein der Kinderchor vocalini hat zusammen mit seiner Stimmbildungsgruppe
inzwischen nahezu 70 singende Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren.
Aus dem Leben der Chöre
Die Jahresberichte aus den einzelnen Chorabteilungen durch
ihre anwesenden Chorleiter Christian Jungblut (Chor Joyful voices) und Ralf
Schnitzer (junger Kammerchor Young vocals und Kinderchor Vocalini) oder den
Chorsprechern Michael Seydel (Frauen- und Männerchor), Eveline Huber (Kinderchor
vocalini) und Kim Boyne (junger Kammerchor young vocals) zeigten auf, dass jeder
Chor seine eigenen Aktivitäten durchführt und sich in die Gemeinsamkeit
einbringt – die Traditionschöre besuchen Veranstaltungen seit langer Zeit
befreundeter Vereine, zeigen sich bei einer „Soiree“, halten die Partnerschaft
mit einem Wilthener Chor aufrecht oder treffen sich zu besonderen Anlässen, die
„Vocalini“ machten eine Konzertreise an den Bodensee und glänzten bei einem
Adventskonzert, „Joyful voices“ und „Young vocals“ bereiteten sich auf
Chorwochenenden auf Konzerte vor und führten diese auch durch – ob in der
Eppelheimer Josephskirche wie die „joyful voices“ oder in Freiburg, Schwetzingen
oder Weinheim, wie dies der junge Kammerchor Young vocals tat. Die
Gemeinsamkeiten zeigten sich beim vom Publikum begeistert aufgenommenen
gemeinsamen „Konzert der Generationen“ in der Rudolf-Wild-Halle, aber auch beim
gemeinsamen Feiern. Abschied nehmen mussten Frauen- und Männerchor von ihrem
langjährigen Dirigenten Reiner Wagner, der seit 2001 die Chöre geleitet hatte
und diese nun aus beruflichen Gründen aufgeben musste. Neuer Chorleiter dieser
Chöre ist seit Juni Michael Leideritz. Im Laufe der Sitzung erfolgte durch Klaus
Preuß der aktuelle Situationsbericht über das Vereinsheim „Goldener Löwe“, der
ebenso wie die aktuelle Beitragsordnung zu einer Diskussion mit kontroversen
Standpunkten führte. Anschließend wurde satzungsgemäß ein neuer Vorstand
gewählt, der sich zukünftig wie folgt zusammensetzt: Thomas Hübler
(Vorstandssprecher), Annette Christiansen, Eveline Huber und Michael Seydel als
geschäftsführendes Vorstandsteam. Als Sprecher der passiven Mitglieder wurde
Trudbert Orth wiedergewählt. Die in den Chören gewählten Chorsprecher wurden
durch die Mitgliederversammlung bestätigt (Elisabeth Klett, Christa Stephan und
Manfred Stotz für Frauen- und Männerchor, Gudrun Hagemeister und Michael Becker
für die Joyful voices sowie Kim Boyne und Julia Feigenbutz für die Young vocals).
Zum Ende der Versammlung dankte das neugewählte Vorstandsteam zunächst den
ausgeschiedenen Vorstandsteammitgliedern Petra Hübler, Andrea Wiegand und Stefan
Huber, aber auch den ehemaligen Chorsprechern Sabine Beckenbach, Petra Weirether
und Christian Hahne für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit.
Zahlreiche Auftritte geplant
Ein Blick auf die zukünftigen Aktivitäten zeigte schon bis
ins Jahr 2011, in dem der Verein seinen 110-jährigen Geburtstag feiert. Hierfür
wird bereits ab Ende dieses Jahres in den Chören mit neuen Projekten begonnen,
da im Jubiläumsjahr einige besondere musikalische Veranstaltungen geplant sind.
Aber auch in den kommenden Monaten stehen verschiedene Konzerte auf dem
Programm. Der Kinderchor Vocalini lädt am 4. Adventssonntag zu einem
weihnachtlichen Konzert ein, der junge Kammerchor young vocals bereitet sich auf
seine A-cappella-Konzerte „et nunc et semper“ vor und der Chor joyful voices
wird sein neues Programm „lovesongs & lyrics“ einstudieren. Der Frauen- und
Männerchor wird im Frühjahr zu einem bunten Strauß Melodien einladen.
Rhein-Neckar-Zeitung vom 15.06.2009
Das brachte Leben in die Stadt
(sg) Das Wetter lud zum Feiern ein und der Sängerbund Germania auch: Mach zweijähriger Festpause sorgte Eppelheims größter Gesangsverein wieder für Leben im Stadtzentrum – er hatte am Wochenende mit einem zweitägigen Sommerfest inklusive „Summer Night“ auf den Festplatz an der Rudolf Wild Halle eingeladen. Gleich am Samstagmorgen ging es los mit den Flohmarktständen für Jedermann. Kleidung, Spielzeug und Nützliches für Küche und Haus konnte zu Second Hand Preisen erworben werden.Hungrige und durstige Besucher waren nicht nur an den Getränkeständen, im Küchenzelt und an der reichlich bestückten Kuchenbar der Germania gut aufgehoben: Die Pächter des Vereinsheims „Zum goldenen Löwen“, Alexis und Daniel Kirkos, ließen am Sonntag eine alte GermaniaTradition wieder aufleben und servierten Rindfleisch mit Kartoffeln und Meerrettich. Ansonsten aber waren an den verschiedenen Ständen Mitglieder aus allen Chören auf den Beinen und im Schichtbetrieb im Einsatz, um für die Bewirtung der vielen Besucher zu sorgen. Ihren Sommerfestgästen wollte das Vorstandsteam des Sängerbundes auch musikalisch etwas besonderes bieten und hatte zur „Summer Night“ am Samstagabend die beiden Kerwe Rockbands „Crimson Veil“ und „Essential“ gebucht. Beide sorgten auf der vereinseigenen Bühne für Rock, Pop und tolle Stimmung unterm Sternenhimmel. „Die Kerwe war verregnet gewesen, da wollten wir den Bands auch mal eine Auftrittsmöglichkeit bei Sonnenschein bieten“, erklärte Thomas Hübler vom Vorstandsteam. Mit dem tollen Sommerwetter und den zum Feiern einladenden Abendtemperaturen hatte der Verein echtes Glück. Auf Können setzte das Vorstandsteam aber auch bei der Licht und Tontechnik: mit Alexander Stuntz und Christoph Horsch von „AC Eventtechnik“ sowie mit Christian Hahne und Daniel Horsch hatte sich der Verein zuverlässige Spezialisten zur optimalen Beschallung des Platzes an die Seite geholt. Zum Frühschoppen am Sonntag haute der Spielmannszug „Da Capo“ unter der Leitung von Armin Schmitt auf die Pauke und unterhielt prächtig die vielen Mittagstischgäste. Und am Nachmittag überzeugten die Gastgeber selbst als Bühnenakteure: Der Männerchor der Germaia servierte Bier- und Weinlieder.

Bot allerhand für Ohr und
Auge: die Gruppe „Essential“. Foto: PS Geschwill
Schwetzinger Zeitung vom 15.05.2009
Sängerbund Germania:
Vier Chor-Generationen treten beim großen Konzert in der Rudolf-Wild-Halle gemeinsam auf und begeistern die Zuhörer Ein
begeisterter Schirmherr und ein ebenso begeistertes Publikum verließen nach zwei
himmlischen Konzertstunden die Rudolf-Wild-Halle. Aufgewertet von Licht und
pyrotechnischen Effekten hatten die Chöre des Sängerbundes Germania alle Freunde
des gehobenen Chorgesanges zum großen „Konzert der Generationen“ eingeladen.
Bürgermeister Dieter Mörlein hatte hierfür gerne die Schirmherrschaft
übernommen. Der geschmackvoll mit blumigen Frühlingsgrüßen ausgeschmückte
Kultursaal der Rudolf-Wild-Halle zeigte sich voll besetzt, als Vorstandsmitglied
Thomas Hübler seine Grußworte überbrachte und mit dem Zitat von Theodor Gottlieb
von Hippel „Sprich, und du bist mein Mitmensch - singe, und wir sind Brüder und
Schwestern“ näher auf die Symbolkraft des „Konzertes der Generationen“ einging.
Das Programm sei so vielfältig wie die einzelnen Chorabteilungen, stellte Hübler
hervor. Es reiche von klassischen Werken über leichte Wiener Melodien bis hin zu
Gospels und fetziger Popmusik. Die Dirigenten hatten ihre Chöre intensiv auf das
Konzert vorbereitet und durften sich über exzellente Darbietungen ihrer
Sängergenerationen freuen. Zu den vier Chorabteilungen der „Germania“ gehören
als älteste Chorgemeinschaft der Männerchor mit seiner 110-jährigen Geschichte,
sowie der 1981 gegründete Frauenchor. Beide Chöre verkörpern die
„Germania“-Tradition und brachten dies auch in ihren Liedern zum Ausdruck. „Conquest
of Paradise“, „Ein schöner Traum“ und „Wiener Melodien“ gaben die
Traditionschöre zum Besten. Der Männerchor bot außerdem den „Rosenwalzer“ und
„An der schönen blauen Donau“. Am Flügel wurden die Chöre von ihrem ehemaligen
Chorleiter Herbert Menrath begleitet.
Abschied von Dirigent Wagner
Mit ihrem Auftritt
im Kultursaal verabschiedeten sich Frauen- und Männerchor von ihrem langjährigen
Chorleiter Rainer Wagner, der aus beruflichen Gründen die Leitung abgeben muss.
Im Jahr 2001 entstanden der junge Kammerchor „young vocals“ und eine
Kinderstimmbildungsgruppe mit dem Namen „vocalini“, beide unter der Leitung
ihres Begründers, dem Musikpädagogen Dr. Ralf Schnitzer. Die Stimmbildungsgruppe
braucht inzwischen den Vergleich zu bekannten Kinderchören nicht mehr zu scheuen
und der Chor entwickelte sich nach ersten stimmerzieherischen Anfängen zu einer
echten Kinderkantorei. Die „vocalini“ Jugend punktete beim Publikum mit ihren
begeisternden Gesangsbeiträgen und ihren hohen Stimmqualitäten. Der junge
Kammerchor „young vocals“ ist inzwischen auch über die Grenzen Eppelheims durch
hervorstechende Leistungen, wie beispielsweise seinen Auftritten beim
Heidelberger Frühling, dem Schwetzinger Orgelsommer und Auftritten im Freiburger
Münster, bekanntgeworden. Sie bewiesen dank Ralf Schnitzer stimmliche Reife auf
höchstem Niveau und hatten Spirituals wie „Hear my prayer“ und „I want to thank
you Lord“ einstudiert, sowie Anton Bruckners „Os justi“.
„Gänsehaut“-Songs kamen an
Als „jüngster Chor“ unter dem Dach des Sängerbunds
Germania Eppelheim präsentierten sich die modernen „joyful voices“ unter der
Leitung von Christian Jungblut. Inzwischen vier Jahre alt, entwickelte sich der
Chor zu einer festen Größe innerhalb der Vereinsfamilie. Das Repertoire dieses
Chors umfasst schwerpunktmäßig englischsprachige Stücke aus den Bereichen Pop,
Filmmusik und Gospel. Das gut 50-köpfige Ensemble hatte wahre Gänsehaut-Songs
mitgebracht und sangen sich mit Gefühl und Dynamik in die Herzen des Publikums.
Am Klavier und Flügel wurde der Chor fabelhaft von Kim Boyne, zugleich aktive
Sängerin bei den „young vocals“, begleitet. Instrumental unterstützt wurde der
Auftritt zudem von Volker Wiegand am Schlagzeug und Matthias Nowak an der
Bass-Gitarre.

Mit seinen vier Chören, die zugleich
für vier Chorgenerationen stehen, bestritt der Sängerbund Germania in der
Rudolf-Wild-Halle ein gefeiertes Konzert, bei dem sich die große Altersspanne
der Akteure im breitgefächerten Songrepertoire widerspiegelte.
Rhein-Neckar-Zeitung vom 14.05.2009
Dieses Konzert war wie ein schöner Traum
Die Sängerbund-Chöre der „Germania“ begeisterten im vollbesetzten Kultursaal mit
ihrem „Konzert der Generationen“
(sg) Ein begeisterter Schirmherr und ein ebenso begeistertes Publikum verließen nach zwei himmlischen Konzertstunden die RudolfWildHalle. Aufgewertet von licht und pyrotechnischen Effekten hatten die Chöre des Sängerbundes „Germania“ alle Freunde des gehobenen Chorgesanges zum „Konzert der Generationen“ eingeladen. Bürgermeister Dieter Mörlein hatte hierfür gerne die Schirmherrschaft übernommen. Der blumigen Frühlingsgrüßen ausgeschmückte Kultursaal der Rudolf Wild Halle zeigte sich vollbesetzt, als Vorstandsmitglied Thomas Hübler seine Grußworte überbrachte und mit dem Zitat von Theodor Gottlieb von Hippel „Sprich, und du bist mein Mitmensch – singe, und wir sind Brüder und Schwestern“ näher auf die Symbolkraft des „Konzertes der Generationen“ einging. Das Programm sei so vielfältig wie die einzelnen Chorabteilungen, stellte Hübler hervor. Es reiche von klassischen Werken über leichte Wiener Melodien bis hin zu Gospels und fetziger Popmusik. Die Dirigenten hatten ihre Chöre intensiv auf das Konzert vorbereitet und durften sich über exzellente Darbietungen ihrer Sängergenerationen freuen. Zu den vier Chorabteilungen der „Germania“ gehören als älteste Chorgemeinschaft der Männerchor mit seiner 110jährigen Geschichte sowie der 1981 gegründete Frauenchor. Beide Chöre verkörpern die Germaniatradition und brachten dies auch in ihren Liedern zum Ausdruck. „Conquest of Paradise“, „Ein schöner Traum“ und „Wiener Melodien“ gaben die Traditionschöre zum Besten. Der Männerchor bot zudem den „Rosenwalzer“ und „An der schönen blauen Donau“. Am Flügel wurden die Chöre von ihrem ehemaligen Chorleiter Herbert Menrath begleitet. Mit ihrem Auftritt im Kultursaal verabschiedeten sich Frauen und Männerchor von ihrem langjährigen Chorleiter Rainer Wagner. Er muss aus beruflichen Gründen die Leitung abgeben.

Beim großen Germanenkonzert durfte
auch das jüngste Chorkind, die „Joyful Voices“ unter Leitung von Christian
Jungblut, nicht fehlen. Foto: PS Geschwill
Schwetzinger Zeitung vom 18.02.2009
Chorkonzert:
Von unserem Mitarbeiter
Volker Widdrat

Werke französischer Chormusik, zum Teil
begleitet von zwei Orgeln, brachte der Kammerchor „Young vocals“ aus Eppelheim
in der evangelischen Stadtkirche zu Gehör. BILD: WIDDRAT
2008
Schwetzinger Zeitung vom 14.11.2008
Sängerbund Germania:
Traditionschöre des Gesangvereins luden zur Soiree ins Foyer der Wild-Halle ein und verbanden den Gesang mit EhrungenEPPELHEIM.
Die Soiree mit Ehrungen der Traditionschöre des Sängerbundes Germania erwies sich im Foyer der Rudolf-Wild-Halle als eine gute Konzertidee. Entführt wurde das Publikum in die Welt der Schlager. Ehrenvorsitzender Klaus Preuß und Vizedirigent Manfred Stotz führten eloquent durch das Programm und stellten die beiden Traditionschöre des Sängerbundes vor.
Schlagerlieder präsentierte der gemischte Chor bei der Soiree des
Sängerbundes Germania, in deren Rahmen langjährige Mitglieder geehrt wurden.
Eveline Huber (links) und Petra Hübler (rechts) zeichneten Reinhard Zigahl,
Erwin Hoffäller, Volker Schmitt, Ingo Müller und Klaus Preuß (von links) aus.
BILD: GESCHWILL
Schwetzinger Zeitung vom 06.06.2008
Germania-Chor „joyful voices“:
Musikalische Soiree von Chor und Solisten in der Josephskirche begeistert die ZuhörerVon unserer Mitarbeiterin
Sabine Geschwill
EPPELHEIM. Die vielen Fans des
Germania-Chores „joyful voices“ kamen in der Josephskirche voll und ganz auf
ihre Kosten. Die musikalische Soiree war einfach himmlisch. Unter dem Motto
„Hits & Spirits fast wie im Himmel“ hatte der 2005 gegründete Chor sein
Repertoire von zumeist englischsprachiger Gospels, Pop- und Musicalmelodien
deutlich erweitert und eine höchst ansprechende Auswahl zeitloser Spirituals und
aktueller Lieder von Engeln und verliebten Unholden einstudiert. Bestens
vorbereitet von ihrem neuen Chorleiter Christian Jungblut und einem
Chorwochenende im Elsass begeisterten die 50 Sängerinnen und Sänger im Alter
zwischen 15 und 65 Jahren vom ersten Augenblick an mit ihrer homogenen
Stimmkraft und Ausstrahlung.
Solisten im Mittelpunkt
Durch das
Programm führten Gudrun Hagemeister und Josephine Kraft-Blaich. Sie machten das
Publikum auf zwei Neuerungen aufmerksam. Die „joyful voices“ setzten bei ihrem
nunmehr dritten Konzert vermehrt auf den Einsatz von Rhythmusinstrumenten und
Solisten aus den eigenen Reihen. Am Schlagzeug überzeugte Volker Wiegand. Für
die Percussion waren Rita Adler, Sabine Beckenbach und Ute Rebennack zuständig.
Als Solisten bewiesen Sabine Beckenbach, Michael Becker, Lisa Breuer, Svenja
Huber, Nikolai Kaltschmidt, Josephine Kraft-Blaich, Michael Mohrlock, Gabi
Müller, Ute Rebennack und Klaus Tiedemann ihre Qualitäten. Zum Dahinschmelzen
war der Robbie Williams-Song „Angels“, die Seele berührend zeigte sich „Amazing
Grace“ und voller Gefühl waren die Gospels „Go, tell it on the mountain“ und „Nobody
nows“. Pluspunkte bei den begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern sammelte der
Chor mit sanften Ohrwürmern wie „What a wonderful world“ oder „Halleluja“ aus
dem Kinofilm „Shrek“ und „Lena’s song“ aus „Wie im Himmel“. Ohne Zugaben ließ
das begeisterte Publikum die „joyful voices“ nicht gehen.

Der junge Chor des Sängerbundes Germania, „joyful voices“, begeisterte bei
seinem Konzert in der Josephskirche die zahlreichen Besucher.
BILD: GESCHWILL
2007
Schwetzinger Zeitung vom 02.11.2007
Unverzichtbare Mitglieder mit höchster Ehre bedacht
Von unserer Mitarbeiterin Sabine Geschwill

Ehrenhafte Mitglieder: Die „Germania“ zeichnete (von links) Dieter Stephan,
Thomas Hübler, Christa Stephan, Klaus Preuß, Gerhard Wittmann und Manfred Weber
aus. Bild: Geschwill
2006
Schwetzinger Zeitung vom 18.10.2006
Vier Chöre entführten in die bunte Welt
des Musicals
Über 400 lauschten in der Rudolf-Wild-Halle restlos
begeistert den Musical-Melodien des „Sängerbundes Germania“
Eppelheim.
An den grandiosen Konzerterfolg der Opern- und
Operettenmelodien im Jahre 2001 wollte der Sängerbund Germania anknüpfen und lud
im 105. Jahr seines Bestehens seine große Fangemeinde zu einem großen
Musical-Konzert in die Rudolf-Wild-Halle. Über 400 folgten dem Ruf der Germania,
um sich von ihren Chören in die beschwingte Welt der Musicals entführen zu
lassen.
Dem Vereinsvorsitzenden Klaus Preuß und seiner Stellvertreterin
Christa Stephan war es gelungen mit Hilfe vieler guter Geister und wohl wissend
um die dekorativen Ideen ihres singenden Ehrenmitgliedes, Ehrenbürgerin Inge A.
Burck, einen kurzweiligen Konzertabend zu organisieren, dem gerne Bürgermeister
Dieter Mörlein, die Bürgermeisterstellvertreter Karl Junginger und Lothar Wesch
sowie Ehrenbürger Dr. Hans-Peter Wild beiwohnten.
Ehrenbürger Hans Stephan
war übrigens auch anwesend: als aktiver Sänger im Männerchor. Wochen und Monate
hatten die Dirigenten mit ihren Chören geprobt, um die Sängerinnen und Sänger
gut vorzubereiten. Insgesamt standen an diesem Konzertabend vier Chöre der
Germania auf der Bühne und präsentierten die Früchte steter Probearbeit: der
seit 105 Jahren bestehende Männerchor, der Frauenchor, der tags drauf an
gleicher Stelle sein 25 jähriges Bestehen feiern konnte, sowie der vor einem
Jahr eigens für das Konzert gegründete Projektchor „Joyful Voices“ und der schon
etwas länger bestehende Kinderchor „Vocalini“.
Einzig der Kammerchor „Young
Vocals“, der 2001 vom Musikpädagogen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Dr. Ralf
Schnitzer gegründet wurde, war entschuldigt:
er befindet sich in der heißen
Abschlussprobenphase für den erstmalig veranstalteten „Eppelheimer Konzertabend
- Podium für junge Künstler“, zu dem die Leonie-Wild-Stiftung am Sonntag, 22.
Oktober, um 17 Uhr in die Christkönigkirche einlädt.
Doch zurück zum
Musical-Konzert, das unter dem treffend gewählten Motto „Musik erfüllt das
Leben“ das Publikum begeistern sollte. Bestens eingestimmt vom Moderatorenduo
Josefine Kraft-Blaich und Nikolai Kaltschmitt konnten die über 400 Zuhörer auf
die Reise durch die Welt der Musicals geschickt werden, beginnend mit dem
Frauen- und Männerchor unter der bewährten Leitung von Dirigent Reiner Wagner.
Die beiden gestandenen Chöre widmeten sich ganz gefühlvoll dem „Phantom der
Oper“ von Andrew Lloyd Webber und ließen, am Flügel begleitet von ihrem früheren
Dirigenten Herbert Menrath, Ohrwürmer wie das „Lied der Nacht“ und „Phantom“
erklingen. Der Frauenchor nahm sich dem Musical „Cats“ an und schwelgte in „Memories“.
Als Bonbon hatte die Germania aufgrund ihrer Verbundenheit mit dem Verein die
Sopranistin Heike Götz gewinnen können. Sie sang zur Freude des Publikums einmal
ganz kokett „I feel pretty“ aus Leonrad Bernsteins Musical „West Side Story“ und
später das opulent intonierte „Tonight“. Als weiterer Solist war
Germania-Bariton Heinz Meisel zu hören mit dem beliebten „Wenn ich einmal reich
wär“ aus dem Musical Anatevka.
Der Kinder- und Jugendchor „Vocalini“ mit
seinem hoch gelobten musikalischen Leiter Dr. Ralf Schnitzer und
Dirigentenkollegen Christian Jungblut sang sich blitzschnell mit flotten
Melodien aus den Musicals „Grease“, „South Pacific“ und „Carousel“ in die Herzen
der Zuhörer. Für ihr pfiffig interpretiertes „We go together“ erhielten die
Jüngsten stehenden Beifall.
Danach formierten sich die rund 60 Sängerinnen
und Sänger der „Joyful Voices“ mit ihrem Dirigenten Reiner Wagner, die sich
eigens für das Konzert zusammengefunden hatten, auf der Bühne, um sich verstärkt
der englischsprachigen Literatur anzunehmen. Die gute Nachricht schickten die
Moderatoren vorweg: den Chormitgliedern habe die Probearbeit soviel Spaß
bereitet, dass sie unter dem Dach der Germania weiterhin als moderner Chor
bestehen wollen. Das Publikum quittierte diese Aussage mit spontanem Applaus.
Mitreißende Musik packten die „Joyful Voices“ auf der Bühne aus mit Hits aus „Grease“
und Ohrwürmer der schwedischen Popgruppe Abba. John Travolta und Olivia
Newton-John wurden lebendig als die Männer und Frauen ganz keck „Summernights“
oder „You’re the one that I want“ sangen.
Mit „My fair Lady“ näherte sich
der große Konzertabend seinem Ende. Doch zuvor entführten der gemischte Chor und
die beiden Solisten Heike Götz und Heinz Meisel ihr Publikum noch einmal mit den
dazugehörigen Ohrwürmern wie „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ und „Es grünt so
grün“. Nach fast zwei Stunden voller beschwingter Melodien wollte das Publikum
die Germania-Chöre immer noch nicht von der Bühne lassen und forderte Zugaben.
Die Chöre gaben sie gerne mit dem „Lied der Nacht“ und „Love changes everything“.
sge


Nach langen, intensiven Proben, machte sich der
Sängerbund Germania mit vier Chören, auf dem Bild der gemischte Chor unter der
Leitung von Reiner Wagner, auf die Reise in die beschwingte Welt der
Musical-Melodien. Ein heiterer Ausflug, der die zahlreichen Besucher mehr als
nur begeisterte.

Der Kinder- und Jugendchor „Vocalini“ steht
unter der Leitung von Dr. Ralf Schnitzer und zählt zu den großen
Zukunftshoffnungen der Germania. Auch in der Rudolf-Wild-Halle gab es für den
flotten Chor stehenden Beifall vom Publikum.
Rhein-Neckar-Zeitung vom 30.03.2006
Beschwingte
Stimmen feierten Premiere
Gelungene Premiere des
Germania-Projektchores „JoyfuI Voices" in der Josephskirche
Eppelheim.
(sg) Eine tolle Premiere feierte der
Germania-Projektchor „JoyfuI Voices" in der Josephskirche. Allein an dem
Besucherandrang merkte man, dass man in Eppelheim auf einen solchen Chor schon
lange gewartet hatte. Der
Projektchor gründete sich vor noch nicht mal einem Jahr unter dem musikalischen
Dach der Germania. Mit dem Ziel, beim Musicalkonzert des Sängerbundes am 14.
Oktober den Part, der englischen Literatur zu übernehmen. Im Lauf des Jahres hat
der Chor einen unglaublich guten Zuspruch erfahren: insgesamt 50 Sängerinnen und
Sängern ließen so die Matinee in der Josephskirche zu einem musikalischen
Hörgenuss werden. Mit diesem Chor, so erläuterte Vereinsvorsizender
Klaus Preuß, wolle man Menschen jeden Alters ansprechen, die viel Spaß am Singen
haben aber weniger auf die traditionellen Lieder eines Gesangsvereins stehen.
Obendrein war für die Teilnahme am Projektchor keine Vereinsmitgliedschaft
notwendig. Alles in allem zeigte sich das Projekt als eine prima Idee, bei der
es in erster Linie um die Lust am Singen ging und erst in zweiter Linie um den
Gewinn neuer Sänger für den Verein.
Als musikalischer Chef des Sängerbundes Germania
hat Reiner Wagner im zurückliegenden Jahr ganze Arbeit geleistet und alle
Sängerinnen und Sänger stimmlich dort abgeholt, wo sie standen. Geformt hat er
dann daraus eisen Chor voller beschwingter Stimmen, die „JoyfuI Voices", die von
Anfang an den Ohren des Publikums gefielen.
Bei der Musikauswahl für die Matinee, die von den
beiden Sängern der Vocalini-Jugend Nikolai Kaltschmidt und Thomas Kehr sehr
gekonnt moderiert winde, hatten die Verantwortlichen ein gutes Händchen bewiesen
und einen Programmmix aus Pop-, Musical und Gospelmusik ausgesucht, der einfach
das Publikum mitreißen musste und dem neuen Chor das Premierenfieber nahm. Die
„Beschwingten Stimmen" schenkten ihrem Publikum Songs wie „Killing me softly"
oder Rod Stewarts „Sailing", den Beatles-Ohrwurm „Yesterday" und zwei
wunderschöne Abba-Melodien: „Fernando" und „Mamma Mia\

Begeisterten ihr Publikum: die „JoyfuI
Voices". Foto: PS Geschwill
2004
Badische Sängerzeitung - Ausgabe Januar 2004
Beispiele für innovative Neugründung
Seit das Ministerium für Jugend, Kultus und Sport
Baden - Württemberg das Förderprogramm "Dauerkooperation Schulchor -
Vereinschor" aufgelegt hat, sind im Bereich des Badischen Sängerbundes
zahlreiche Anträge zu diesem Programm positiv beschieden worden.
So hat auch der Sängerbund Germania Eppelheim (Kurpfälzer Sängerkreis
Heidelberg) unter seinem Vorsitzenden Klaus Preuß die Möglichkeit einer
Kooperation gesucht. Er wurde fündig am Dietrich - Bonhoeffer - Gymnasium in
Eppelheim, wo Dr.Ralf Schnitzer seit Jahren mit seinen "Gesangsklassen" äußerst
innovative Impulse setzt, die zwischenzeitlich als Modell im Land große
Beachtung findet.
Die "young vocals" wurden vor zwei Jahren von Ralf Schnitzer und dem Sängerbund
"Germania" Eppelheim als junges Vokalensemble gegründet, das sich zum Ziel
setzte, Anspruchsvolle Chorliteratur zu erarbeiten.
Die Idee war, erfahrenen Chorsänger und junge talentierte Stimmen, die
musikalisch und menschlich von einander lernen können, in einem Ensemble zu
vereinen. Ausgangspunkte waren die "Gesangsklassen" von Ralf Schnitzer. Dieser
mutige Schritt hat schon nach einem Jahr in einem a - capella Programm der "young
vocals" Früchte getragen. So waren im Südwestfunk Ausschnitte aus diesem Konzert
zu hören. Es folgte die Einladung zum "Neunten Schwetzinger Orgelsommer", wo
Werke von John Rutter aufgeführt wurden.
Dieses Programm wird erneut zu hören sein: Kloster Lichtenthal in Baden - Baden,
31.Januar um 20.00 Uhr, sowie im Rahmen des Heidelberger Frühlings am 30.März um
20.00 Uhr in der Peterskirche.
Dieses außergewöhnliche Beispiel einer geglückten Dauerkooperation macht
Hoffnung, daß mit Engagement, großen fachlichen Können und der positiven Vision
" Singen im Chor tut gut" manches möglich wird, das die Vereine voranbringen
kann.
2003
Schwetzinger Zeitung vom 23. Dezember 2003
Von der Hoffnung, dass die Träume
der Menschen in Erfüllung gehen
"Sieh, Dein König kommt" - dargeboten vom Sängerbund Germania, "Vocalini" und
dem Chor des Bonhoeffer-Gymnasiums
Von unserem Mitarbeiter Carlo Weippert
Eppelheim. "Wenn wir geahnt hätten, was an
Organisation, Bühnengestaltung, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit auf uns
zukommt, wir hätten im März sicher die Finger von dem Projekt gelassen. Doch die
Freude bei der Vorbereitung mit den Chören, SchauspielerInnen und
Orchestermusikern bis zum großen Fest heute hat bewiesen, dass die Entscheidung
für das Projekt "Sieh' Dein König kommt" richtig war!" Klaus Preuß als 1.
Vorsitzender vom Sängerbund Germania Eppelheim konnte mächtig stolz auf das
Geleistete sein: Kinder- und Jugendchor "vocalini" (Leitung: Ralf Schnitzer),
Orchester vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (Leitung: Gerda Pullig), die Chöre
vom Sängerbund Germania Eppelheim (Leitung: Reiner Wahner) und die
Schauspielgruppe der "Vocalini" (Regie: Thilo Dörfler) - das war schon ein
stolzes Aufgebot an Mitwirkenden in der Rudolf-Wild-Halle. Der hohe Gast konnte
jetzt kommen, es war alles bereitet. Für die musikalische Weihnachtsgeschichte
"Sieh', Dein König kommt", geschrieben vom früheren Germania-Dirigenten
Franz-Josef Siegel, standen die Türen weit offen.
Bei Staatsbesuchen werden rote Teppiche
ausgerollt, Fahnen geschwenkt und Soldaten mit viel Macht präsentiert, heute
sollte die Ankunft eines Königs begrüßt werden, der auf solche Äußerlichkeiten
nicht den geringsten Wert legt. Das Lukasevangelium berichtet ziemlich genau,
wie sich der Empfang damals vor 2003 Jahren abgespielt hat. Mit Inge Burck kamen
die Zwischentexte einfühlsam und für jeden Besucher in der sehr gut besuchten
Halle direkt annehmbar herüber, das Bühnenbild lud dezent-einprägsam ein,
Orchester und Chöre waren in freudiger Erwartung angetreten, die Träume der
Menschheit konnten jetzt in Erfüllung gehen. "Ein Traum ist mir erschienen, der
mich bezaubert hat!" Heinz Meisel (Bariton) öffnete mit dem Männerchor die Türe
zur Weihnachtsgeschichte mit ganz viel Herz und Gefühl; "Die Tore sind geöffnet
weit, die Mauern werden Brücken sein, denn hier sind alle gleich!"
Die große Weihnachtsfamilie hatte außer ihrer
biblischen Herkunft natürlich auch ganz bürgerliche Namen: Maria: Valerie
Kalinski; Joseph: Nikolai Kaltschmidt; Lukas: Dennis Dietz; Herold: Thilo
Dörfler; die Engel: Sarah Pflüger, Henrike Seydel und Svenja Huber; die Wirte:
Thomas Kehr, Timo Busemann und Alexander Kaltschmidt; die Hirten: Ann-Kathrin
Weirether, Galina Maerker, Jana Mader, Rebecca Müller, Jens Neureither, Valerie
Gebhard, Sina Busemann und Simon Linti; die Könige aus dem Morgenland: Valerie
Laumann, Matthias Missauer und Kinje Mikus. Diese ganzen himmlischen und
weltlichen Scharen wurden von Thilo Dörfler (Regie) so gut in Szene gesetzt,
dass für heute der Abiturstress in den Hintergrund trat.
Mit "Air" von Henry Purcell, dem "Adagio" (Franz
Joseph Siegel) und vielen anderen fröhlichen Zwischenmusiken lebten die
Einzelszenen ihre Kraft und Aussagestärke, gaben Freiräume zur Verarbeitung der
allzu menschlichen Träume, Ängste und Hoffnungen. Gerda Pullig (Violine), Sarah
Pflüger (Gesang), Henrike Seydel (Gesang), Svenja Budig mit Sarah Heim
(Querflöten) und als unermüdlich treu-sensibler Begleiter am Flügel hatte Ralf
Schnitzer großen Anteil am Gelingen der Einsätze, Übergänge und Zusammenklänge.
Die große Weihnachtsfamilie ließ die Geschichte in Klängen und Texten warm in
die Wild-Halle schweben.Das große Finale bezog alle Menschen mit Hoffnung im
Saal ein, die drei Chöre intonierten mit dem Orchester zwei Strophen des
bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt: Stille Nacht. Zur dritten Strophe fielen
die Besuchten des Königs in der Rudolf-Wild-Halle ein, erst zögerlich, doch dann
kräftig-fröhlich: "...da uns schlägt die rettende Stund', Christ in Deiner
Geburt!" Gut, dass im März das Projekt "Sieh', Dein König kommt" allen Mühsalen
zum Trotz auf den Weg gebracht werden konnte. Standing Ovations belohnten die
Akteure, Helfer im Hintergrund und alle Menschen mit Herz für Ankommende ohne
Krone, Bravo!
© Schwetzinger Zeitung - 23. Dezember 2003
Schwetzinger Zeitung vom 22. August 2003
Von unserem
Mitarbeiter Kay Müller
Eppelheim. So macht man aus der Not eine
Tugend. Beim großen Sommer-Straßenfest
des Sängerbundes Germania im
vergangenen Jahr war der Biergarten des Löwen
noch als Platz für die große
Kuchentheke genutzt worden und ließen
sich besonders am Sonntagnachmittag viele Eppelheimer zu "lecker Kaffee und
Kuchen" dort nieder.
Nun ist der Löwe
seit Mai diese Jahres verpachtet, also stellten die Organisatoren um den
Vorsitzenden der Germania, Klaus Preuß,
einige Bistrotische und Stühle auf den
vorderen Bereich der Friedrichstraße
und das gestaltete sich so gut, dass fast ein wenig "mediterranes Flair" in
Eppelheim auftauchte. Natürlich hatten
die Sä¤nger auch das Glück
des Tüchtigen, spielte an diesem
Wochenende das Wetter mit und trug somit seinen Teil zum Gelingen des
Sommerfestes bei.
Gut war die Stimmung am Samstagabend zur
Livemusik von "R&K-Music" und auch am Sonntagmorgen ließen
es sich viele Eppelheimer nicht entgehen, zu einem Weißwurstfrühstück
und einem "frisch Gezapften" beim Sommerfest vorbei zu schauen. Apropos
leibliches Wohl: Neben den Grillspezialitäten
war in diesem Jahr das Rindfleisch mit Meerrettich der absolute Renner. Wohl
nicht zuletzt deshalb, weil Christa Stephan die Speise komplett selbst
zubereitet hatte. Einmal mehr gab es bei der Germania sogar die Gelegenheit,
auf die Jagd nach den berühmten Schnäppchen
zu gehen: Der Flohmarkt stieß auf gute
Resonanz. Sein Erlös kommt dem Kinder-
und Jugendchor des Sängerbundes
Germania zugute. Etwa 40 Kinder in einem Alter von sechs bis sechzehn Jahren
stehen seit knapp einem Jahr unter der Leitung von Dr. Ralf Schnitzer. Der
Verein vernachlässigt also keinesfalls
den Nachwuchs und so treffen sich die Jugendlichen einmal in der Woche,
freitags, im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, um auf spielerische Art und Weise
und "von der Pieke auf" ihre Stimme zu bilden.
Der erste große
Auftritt folgt in einigen Monaten. Beim großen
Weihnachtskonzert des Sängerbundes
werden die Nachwuchssänger durch ihr
Schauspiel den Frauen- und Männerchor
bei der lebendigen Weihnachtsgeschichte in der Christkönigskirche
unterstützen. Infos unter
Telefonnummer 06221-754302.
© Schwetzinger Zeitung - 22. August 2003
2002
Schwetzinger Zeitung vom 18.12.2002
| Finanzminister Gerhard Stratthaus überreicht dem Gesangverein Sängerbund Germania die höchste Auszeichnung für Chöre |
Eppelheim. Zahlreiche Gäste
begrüsste Vorsitzender Klaus Preuß
zu einem besonderen Anlass in der Rudolf-Wild-Halle: Der Sängerbund
"Germania", gerade 100 Jahre alt geworden, wurde mit der Zelter-Plakette
ausgezeichnet. Dies ist die höchste
Auszeichnung, die ein Gesangverein erhalten kann, sie wird vom Bundespräsidenten
verliehen.
Preuß freute sich, zu der
Veranstaltung den baden-württembergischen
Finanzminister Gerhard Stratthaus begrüssen
zu können. Dieser hatte die Aufgabe übernommen,
die Plakette im Namen von Bundespräsident
Rau zu überreichen. Ferner hieß
der Vorsitzende Bürgermeister Dieter Mörlein,
die Bundestagsabgeordneten Dieter Niebel und Dr. Karl A. Lamers, die Ehrenbürger
Inge Burck und Hans Stephan, die Pfarrer Wolfgang Buck und Michael Jäck,
Jugendwartin Katja Knechtel und Ehrenvorsitzenden Herbert Albrecht vom Sängerkreis
Heidelberg, Direktor Armin Becker vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sowie die
Sängerinnen und Sänger
der Germania willkommen.
Preuß sprach von einer
erinnerungswerten Geschichte des Sängerbundes
und erhoffte sich eine erlebniswerte Zukunft. Doch vorerst galt seine
Aufmerksamkeit der Gegenwart, der Verleihung der Zelter-Plakette, "einer sehr
hohen Auszeichnung für Chöre".
Und da diese Ehrung verbunden ist mit der Würdigung
der außergewöhnlichen
Leistung, die der Chor in einem Jahrhundert erbrachte, führte
der Verein seinen Gästen im Zeitraffer
Höhepunkt der letzten zehn Dekaden
vor.
Den Part der Moderatoren übernahmen
dabei, sehr zur Freude und Unterhaltung der Gäste,
die beiden Ehrenbürger und
Germania-Mitglieder Inge Burck und Hans Stephan. Mit launigen, wenn es die
Zeit erforderte auch ernsten Worten, führten
sie durch die Vereinsgeschichte, die mit Projektionen bebildert wurde. Fünf
Blöcke bildeten das Gerüst
der Erinnerung, von der Gründerzeit über
die Jahre nach dem Krieg, hin zur Ära
Heckmann und Franz-Josef Siegel, zur Ära
Herbert Menrath und letztlich zur Gegenwart, zum Jubiläum
im Jahr 2001.
Natürlich wurde die Zeit nicht nur in
Wort und Bild lebendig, auch die Chöre,
der Frauen- und der Männerchor,
zeichneten die Jahrzehnte nach, trugen Lieder vor, die in der jeweiligen
Epoche das Bild des Vereins prägten.
Von "Schäfers Sonntagslied" aus der Gründungszeit über
das "Rheinische Fuhrmannslied" ging es in die Ära
Siegel, die mit dem Lied "Mala Moja" versinnbildlicht wurde. "Als geblüht
der Kirschenbaum" trug der Frauenchor aus der Zeit von Menrath, dem Gründer
des Chores, vor.
Absoluter Höhepunkt waren sicherlich
die Ausschnitte aus dem Jubiläumskonzert,
die Liedern aus der "Lustigen Witwe" von Lehar. Der gemischte Chor unter der
Leitung von Reiner Wagner, Herbert Menrath am Flügel
und die Solisten Helena Günther,
Sopran, Hans Meisel, Tenor, schufen ein Panorama zum Schwelgen und Träumen.
Nach diesem tollen musikalischen Entree war es an der Zeit für
Minister Stratthaus, das Wort zu ergreifen. Nun, so der ehemalige Schwetzinger
Oberbürgermeister, stecke er in einem
Dilemma. Nach einem Bonmot von Nietzsche solle man nach guten Liedern lange
Schweigen. Die Lieder waren gut, so Stratthaus, doch Zeit zu schweigen habe er
wohl kaum.
Oftmals beneide er seine Kollegen, die überall
gerne gesehen seien, da sie meist etwas mitbrächten.
Er hingegen nehme als Finanzminister meist mit, scherzte der Landespolitiker
und fügte hinzu, dass er schon aus
diesem Grunde gerne nach Eppelheim gekommen sei. Zum zweiten auch, weil er mit
dem Auto nur eine Viertelstunde gebraucht habe.
Beethoven war der Meinung, Musik besitze mehr Offenbarung als alle Weisheit
und Philosophie zusammen, Wilhelm Busch sei der Meinung gewesen, "Musik werde
oft als störende empfunden, weil mit
Geräusch verbunden", zeigte Stratthaus
die beiden Extreme auf, zwischen denen sich die Töne
bewegten. Auf jeden Fall, versicherte der Minister den Chören,
an diesem Tag habe er klar Beethoven empfunden.
Nichts spreche den Menschen in seiner Ganzheit mehr an als die Musik, vermutet
Stratthaus. Gesungen werde nicht nur bei guter Laune, in allen extremen
Situationen neige der Mensch zur Musik, die ihm "die intensivsten Ausdrucksmöglichkeiten"
einräume.
Besonders schön sei der Gesang im
Verein, so Stratthaus, der sich an seine Jugendzeit in Brühl
erinnerte, in einer Zeit, in der sich das Leben noch im Ort abspielte, das
Miteinander überschaubar war. Heute
beherrsche die Mobilität das Leben,
die neben vielen Vorteilen den Nachteil mit sich bringe, dass der Mensch
vereinsamt. Vor diesem Hintergrund gewönnen
die Vereine wieder mehr an Bedeutung, müssten
sie stärker gefördert
werden, "denn das Ehrenamt ist der wichtigste Bereich im öffentlichen
Leben".
Nun sei es ihm eine große Ehre der
Germania ist Auftrag des Bundespräsidenten
die Zelter-Plakette zu überreichen.
Eine Auszeichnung, die nicht automatisch nach 100 Jahren verliehen werde, die
sich ein Verein mit besonderen Leistungen verdienen müsse.
Zu der hohen Auszeichnung gratulierte Stratthaus auch im Namen von Dirk Niebel
und Dr. Karl A. Lamers. aw
© Schwetzinger Zeitung 18.12.2002
Schwetzinger Zeitung vom 17.12.2002